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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 00:18

Booker T. Jones: The Road From Memphis

12.05.2011

Südstaatenlegende

Nächstes Jahr sind es unglaubliche 50 Jahre, seit Booker T. and the M.G.s mit dem Album Green Onion und dem gleichnamigen Instrumental – einem zufälligen Mitschnitt einer Studio-Improvisation – ihren ersten Beitrag zum Popkanon ablieferten. Aufs Altenteil zieht sich Booker T. Jones deshalb noch lange nicht zurück. Von TOM ASAM

 

Bereits vor zwei Jahren überraschte der Multinstrumentalist, Songschreiber und Produzent mit seinem Soloalbum Potato Hole, das ihn erstmals ohne M.G. in die US-Charts brachte. Es brachte ihm auch den Grammy in der Sparte »Best Pop Instrumental Album«. Den Grammy Award für sein Lebenswerk und die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame hatte Booker schon früher eingefahren. Da kann man sich zurücklehnen und ohne Stress auch als 67-Jähriger noch ein gutes Album nachlegen. Was um so leichter gelingt, wenn man sich die Jungs der ebenso smarten wie begabten Neo-Soul-Hip-Hop-Jazzer The Roots als Backing Band ins Studio holt.

 

Dazu gibt’s Vocal-Beiträge von Yim Yames (My Morning Jacket), Matt Berninger (The National), Sharon Jones, Lou Reed und nicht zuletzt einen seltenen Gesangsbeitrag vom Chef persönlich. Letzterer tobt sich gewohnter maßen die restliche Zeit am Hammond B3 Organ und am Piano aus. Der Tastenzauberer und diese gefühlvoll groovende Band harmonieren aufs Allerfeinste. Ob Eigenkompositionen oder Cover (Everything is Everything von Lauryn Hill und Crazy von Gnarls Barkley): diese Demonstration in Sachen Soul, Funk und R&B zeigt so manchem Rookie, wo der Hammer hängt.

 

 

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