Auf instrumentaler Ebene das Gleiche. Und das, obwohl immerhin Head hinter den Reglern stand – der ist als Stammproduzent von unter anderem PJ Harvey immer verlässlich für einen griffigen Sound, enttäuscht aber mit einer absolut schlaffen Arbeit. Die Saiteninstrumente haben kaum Substanz, weder in den balladesken Stücken noch in den beatdominierten Rocknummern, die auf Turn Me On am häufigsten zu finden sind. Das Drumming wird natürlich dem Zeitgeist angepasst und kommt hier und dort mal elektronisch herüber, was die einfallslosen Rhythmen nun wirklich keine Spur interessanter macht.
Was neben dieser Trendaerodynamik von Schlaftablettenrock nach Zahlen noch auffällt, sind die bemerkenswert peinlichen Texte Nuttalls. Sie spart nicht mit Imperativen und Forderungen: Turn me on liefert ja bereits den Titel, Zeilen wie »let me see you stripped« und »take me through to your side« sollen neben dem ganzen Schwall an Wehmutsgefasel wohl auf den Tisch hauen. Das klappt zwar nicht, aber eigentlich ist es schon traurig genug, dass Nuttall nicht mal mit dem Befehlshaberton irgendwen dazu bringen zu können, diesem Album generischer Rocknümmerchen für mehr als dreieinhalb Minuten etwas abzugewinnen.
