Mal surferkompatibel, grungelastig oder etwas soliverliebt grooven sich die Italiener und ihre Mitstreiter durch die 12 Tracks des Albums – und wirken einerseits ziemlich sympathisch, andererseits aber doch etwas epigonal. Pornocracy überzeugt trotzdem noch mit einem gefälligen Sound, der durchaus Vielseitigkeit bietet und nicht allzu langweilig wird, auch wenn die Halbwertszeit der Platte nicht allzu lang sein dürfte. Platz nach oben ist immer, man wir noch sehen, wie ihn The Lovely Savalas nutzen werden. Der zweifelhaft ehrenwerte Versuch, in den Zeiten Berlusconis mittels Bratgitarren und Bollerbass für politische Aufklärung zu sorgen, geht allerdings ziemlich in die Hose – schon der Titel kündigt das an. Platt und ziemlich halbgar ist das, was die Band von sich gibt und konzeptuell nicht so wirklich durchdacht, scheint es. So bleibt das tight produzierte Album eher der Soundtrack für eine Grillsession mit Bierkonsum als für den nächsten G8-Gipfel oder die italienischen Präsidentschaftswahlen.
