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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 00:24

PS I LOVE YOU: Meet me at the muster station

19.05.2011

Widerborstiger Power-Noise-Pop aus der Garage

Genießen Sie eine halbe Stunde rauen, aber Melodien nicht verschmähenden, Gitarrensounds aus Kanada mit TOM ASAM.

 

Was für ein bescheuerter Bandname, der einen auch noch an einen gleichnamigen Hollywoodstreifen erinnert. Dazu ein Cover aus der Neigungsgruppe Moderne Kunst. Das interessiert Gott sei Dank aber alles nur bis zu dem Moment, in dem man den Silberling einlegt. Denn der unperfekt belassende, munter nach vorne gehende Sound aus Kingston, Ontario zaubert dem geneigten Hörer von der ersten Sekunde an ein Lächeln ins Gesicht. PS I LOVE YOU war ursprünglich nur ein Soloprojekt des Multiinstrumentalisten Paul Saulnier. Mit Verstärkung an den Drums durch Benjamin Nelson ist nun ein äußerst effektives Duo daraus geworden.

 

Meet me at the muster station will uns nicht mit irgendwas Neuem betören vielmehr klingt es sehr danach, dass hier jemand seinem Herzen und seinen Vorbildern folgend in den Proberaum in der Garage gegangen ist – und gleich mal auf record gedrückt hat. So frisch klangen US-Indiegitarrenbands im Fahrwasser der Meat Puppets oder Hüsker Dü mal, bevor nach dem Erfolg von Nirvana die Instrumentalisierung des gegen den Strich Gebürsteten folgte. So könnten zum Beispiel Wolf Parade klingen, wenn sie mal in den Keller ihrer Plattenfirma Sub Pop gingen, und die Demos der ersten Bands Selbigen anhören würden. Mein Gitarrenalbum der Stunde!


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