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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 00:32

Paul Kalkbrenner: Icke wieder

02.06.2011

Er wieder

Das muss sie sein. Die CD des Jahres. Paul Kalkbrenner, Icke Wieder. Am Ende bestätigt sich für JULIAN SCHRAVEN der erste Verdacht. Die Scheibe bekommt eine Eins mit Sternchen, jedoch aus völlig anderen Gründen als gedacht ...

 

Im Jahr 2008 erscheint der von Hannes Stöhr geschriebene und realisierte Film Berlin Calling. Bis heute ist dieser in den Kinos zu sehen. Auch der Soundtrack den der Berliner Musiker Paul Kalkbrenner, der im Film gleichzeitig die Hauptrolle spielt, komponiert und produziert hat, ist kurz davor die Platinmarke zu knacken. Kalkbrenner reist nun mehr als je zuvor durch die Welt und bespielt Clubs und ist regelmäßig auf den Bühnen und den Festivals der Welt zu Gast.

 

»Fortsetzung statt Wiederholung«

Drei Jahre später, am 3. Juni, wird das Nachfolgealbum von Berlin Calling OST erscheinen. Den wohl größten Erfolg hatte Kalkbrenner wohl mit der, auf dem Soundtrack zu hörenden Nummer Sky and Sand, und somit gemeinsam mit seinem Bruder Fritz, welcher für diesen Track die Vocals übernahm. Das neue Album Icke Wieder besagt schon im Titel, dass es von Paul Kalkbrenner alleine, und somit auch rein instrumental ist. Doch schon der erste Track Böxig Leise erinnert an die Vorgängerscheibe. So ist es kaum verwunderlich, dass der Track an erster Stelle steht, bildet er doch eine angenehme Ouvertüre und auch einen schönen Backseller zum Erfolgsalbum. Als dieser Track jedoch ausklingt, muss sich Kalkbrenner entscheiden, zwischen Fortsetzung und Wiederholung.

 

Sicherlich hätte der Berliner DJ einen zweiten Teil von Berlin Calling machen können. Niemand hätte es ihm übel genommen und die Erfolgsgeschichte wäre sicherlich weiter gegangen. Er scheut sich jedoch nicht davor von der Erfolgsgarantie abzusehen und seine Musik weiter zu entwickeln und zu verfeinern. Dabei behält er sich aber seine typischen Wiedererkennungswerte bei. Dies beginnt schon bei den Titeln der Tracks. Jestrüpp, Kleines Bubu oder Gutes Nitzwerk lassen schnell erahnen, wer hier seine Finger im Spiel hatte.

 

»Perfekt Detailliert«

In 60 absolut kurzweiligen Minuten zeigt Paul Kalkbrenner wieder einmal, dass er nicht zu unrecht das Aushängeschild der deutschen Technoszene ist und repräsentiert eben diese wie kein Zweiter. Die Sounds haben den allzu typischen und so geliebten Kalkbrennerstil. Mit knalligen, als auch sanften Beats, gut durchdachten Melodien und perfekt detaillierten Sequenzen schlängelt er sich wieder durch die Köpfe der Hörer und schleust eben jene wieder zurück in Phantasiewelten, die wir zuletzt durch seinen Film und den Soundtrack dazu erleben konnten.

Dieses Mal ist das Album jedoch wesentlich ruhiger geraten, fordert den Hörer jedoch genau wie früher zum Hören, zum Erleben, zum Teilhaben.

 

»Kein Manko, doch zu beachten« oder »Fazit«

Die neue Platte von Paul Kalkbrenner ist richtig gut und gehört eigentlich in jeden vernünftigen Plattenschrank, gerade jetzt wo Sonnenuntergänge und Partys am See wieder locken werden. Jedoch wäre das Potential von Icke Wieder ohne das Vorgängeralbum Berlin Calling wohl nur halb so groß. Darum ist es für Neueinsteiger vielleicht auch keine schlechte Idee, sich vor der Neuerscheinung noch die alte Platte von Kalkbrenner zuzulegen.

 

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Paul Kalkbrenner - Icke Wieder, das neue Album zum genießen im online player DEZIBEL http://dezibel.wearedefault.com/index.php?item=1_215 play!
| von Stefan Wenger, 07.06.2011

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