Die Bands Gabardine und Schnitzer dürften wohl kaum jemandem was sagen. Kurios ist die Tatsache, dass sich mit Daniel Hobi und Dominik Huber die Drummer dieser Bands zusammentaten um gemeinsam mit Dominic Oppliger – ebenfalls Drummer! –The legendary lightness zu gründen. Um es gleich zu sagen: es scheint sich um talentierte Multiinstrumentalisten zu handeln, denn beim Frühstückclub lassen sich keinerlei Schwachpunkte diesbezüglich ausmachen. Nein, zu meckern gibt’s hier auch sonst nichts, mal abgesehen vom Cover vielleicht, aber da gehen die Meinungen ja oft weiter auseinander als bei der Musik selbst. Die ist, anders als bei drei Schlagzeugern zu vermuten, noch nicht einmal besonders Groove-lastig. Auch der Hinweis, die Band habe auf der Europatour von Built to Spill das Vorprogramm übernommen, könnte zu falschen Schlüssen verleiten. Hier geht es harmonischer zur Sache.
Im Mittelpunkt des Songgeschehens steht eindeutig die Melodie. Am deutlichsten haben da Popklassiker wie die Beach Boys oder Buffalo Springfield inspirierend gewirkt, The legendary lightness sind aber in der Lage ein frisches, eigenständiges Popalbum abzuliefern.
Ein vortrefflich gelungenes Album, das sich nicht großmäulig in den Vordergrund zu spielen versucht, aber selbstbewusst seine Stellung einnimmt. Bekommt man so überzeugend in unseren Breitengraden eher selten vorgesetzt!
