Wie so oft, macht ein Buchstabe schon einen Unterschied (remember: Obama/Osama), der dann aber oft nicht so groß ausfällt, wie gedacht. Zur Erklärung bzw. Erinnerung: Scott Matthew ist ein Australier, der in New York lebt und singt, er wird gerne verwechselt mit dem Engländer Scott Matthews. Beide sind Singer/Songwriter, von Nick Drake und Vater/Sohn Buckley haben natürlich auch beide schon mal gehört. Der Mann mit ohne »s« hat in Sachen Hipness wohl die Nase vorn. New York, wie gesagt, prominent vertreten auf dem Soundtrack der Gender-Erotik-Komödie Shortbus, dazu neo-folkige Langbart-Visage und Ukulele-Abusus (eher schon wieder durch, oder?). Seine intimen Stücke, vorgetragen mit etwas weinerlich-androgyner Stimme, bringen den einen zum Weinen, den anderen zum Gähnen, den nächsten zum Schreien. Vertonter Trennungsschmerz, Lieder über Anfang und Ende der Liebe. Nichts gegen einzuwenden, bei mir stellen sich im Falle Matthew (auch live on stage)aber beim besten Willen keine Nackenhärchen auf.