Bei Eccentric Audio ist viel eher die Gestaltung des Covers, die mich an meinen Handarbeitsunterricht denken lässt, exzentrisch als die Musik. Und auch die Herren Smoove und John Turrell scheinen die oft umschriebene Grenze zwischen Genie und Wahnsinn zumindest mit einem Fuß bereits überschritten zu haben, was sie mir persönlich noch sympathischer macht.
Dieses Album ist eins der Wenigen, bei dem ich nicht sagen könnte welcher Track mir am besten gefällt, weil einfach jeder einzigartig, wundervoll und qualitativ hochwertig ist.
Nicht zu übertreffen ist die Gabe Smoove+Turrell's Stimmungen musikalisch umzusetzen und zu transportieren. Die wenigen Songs, die nicht nach Partymachen und Abgehen brüllen, und auch das zu übermitteln will gekonnt sein, sind so überragend einfühlsam und melancholisch transferiert, dass dem Hörer, ohne dass er unbedingt den Text verstehen muss, ganz mulmig ums Herz werden kann.
Absolute Krönung der Melancholie ist der Track Gabriel, bei dessen Gesangsmelodie Turrells einem das Herz geradezu überlaufen will. Wer ein bißchen nach dem möglichen Sinn des Titels forscht, stößt auf Erzengel Gabriel, der sinngemäß der Erklärer von Visionen und Bote Gottes sei. Tiefsinnig sind sie also auch noch! Treffend hierzu die Textzeile ».. when will I see your face again, fading beauty...« was dann doch auf die in der Kunst gebräuchliche Darstellung Gabriels als weiblichen Engel schließen lässt – obwohl... heutzutage...
In Live Shows sind bei den Fans vor allem die Knaller Let Yourself Go, Hard Work und It´s The Falling In Love Favoriten.
Eccentric Audio von Smoove+Turell ist so ein Album, bei dessen Hören man zwar bemerkt, wenn die CD wieder bei Track 1 anfängt, man sich aber total darauf freut alles noch mal zu hören, statt genervt die nächste CD einzuschieben. Ein Glanzstück!