Tango Transit machen in der eher ungewöhnlichen Besetzung Akkordeon, Kontrabass, Schlagzeug ausdrucksstarke Instrumentalmusik am Rande des Jazz. Tango als Bestandteil des Bandnamens ist hier weniger Hinweis auf eine getreue Stilreferenz, sondern dient als gedankliche Brücke zu Begriffen wie Ausdruckskraft, Dynamik und Melancholie. In ihrem intensiven Zusammenspiel, das Elemente aus Klassik, Jazz, Funk oder Cajun aufeinandertreffen lässt, transportiert die Band die Grundidee des Tango in die Gegenwart.
Akkordeonvirtuose und Komponist Martin Wagner, der viele Jahre Konzerte mit hochklassigen Ensembles gespielt hat, wird unterstützt von Schlagzeuger Andreas Neubauer (Erfahrungen von Pop bis Big Band) und dem erfahrenen Jazz-Kontrabassisten Hanns Höhn. Die drei Musiker bringen ihre unterschiedlichen Erfahrungen kongenial zusammen und erfüllen die oft intuitiv und in Improvisation entstehenden Stücke mit Energie und Emotionen. Das wohl zentrale Stück des Albums steht dabei direkt am Anfang. Die dreisätzige Suite-Komposition bedient sich von klassischer Musik geprägter Elemente und stellt einen gelungen Einstieg in ein abwechslungsreiches Instrumentalalbum dar.