Sehr nostalgisch geht es auf dem Erstlingswerk des New Yorker Elektrofreaks Seth Haley zu. Das ganze Album ist eine Reminiszenz an die Zeit, in der die Zukunft noch fantastisch erschien, Lösungen vermeintlich einfach waren und ein Computer mehr ein Rechner als eine Blödmannsgehilfenkrücke war. Wem bei den Begriffen Frequenzmodulation, polyphoner After Touch, Reboundverhalten und Latenz ganz wohlig ums Gemüt wird, der sollte seinen C64 mal kurz zur Seite stellen. Alte Datasette-Bänder anhören ist schon recht cool – aber Com Truise bringt dir mit Galactic Melt ein Stück heile 80er Jahre Welt in die Wohnstube. Haley benutzt ausschließlich Synthesizer sowie E-Drums und lässt seinen Stücken Zeit, sich zu entwickeln. Das Jahr 2000 schien 1980 ja auch noch ewig weit weg, wozu also die Eile.