Oh Boy! Wunderbarer Singer-Songwriter-Pop zweier junger Damen. Emotional, verspielt, eingängig und doch authentisch. Todsichere Sache für größere Verkaufszahlen möchte man meinen. Einziges Hindernis könnte, wie so oft, absurderweise die Tatsache sein, dass die beiden Musikerinnen aus Deutschland bzw. der Schweiz stammen, und nicht aus England, den USA oder wenigstens Skandinavien. Vielleicht sorgt die Tatsache, dass bei einigen Stücken Phoenix-Drummer Thomas Hedlund aushilft, für etwas Aufmerksamkeit. Doch im Zentrum des Interesses sollten natürlich die zwölf Stücke des Debuts von Boy stehen, die Freunden von Feist oder Regina Spektor auf jeden Fall ein Ohr wert sein sollten. Unaufgeregter, zurückgenommener, aber wunderschöner Pop, mit dem das Grönland-Label zum wiederholten Mal ausgezeichneten Geschmack beweist.