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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 03:19

El hijo de la cumbia: Freestyle de ritmos

15.09.2011

Neo-Cumbia

Die elektronisch verwurstete Wiederentdeckung des Cumbia gehört vor allem in Buenos Aires seit Jahren zur Clubszene. Diesen Sommer setzte der Micro-Trend via New York an zum internationalen Überschwappen. Von TOM ASAM.

 

In den letzten Jahren vernahm unsereiner eher Töne aus der elektronisch verstärkten Neo-Tango-Szene, zumindest das Gotan Project kennt jeder. Und Obacht: El Hijo hat auch schon Remixes für Gotan angefertigt. Und auch Gotan Project werden in Kürze ein Album veröffentlichen, in dessen Mittelpunkt la Cumbia stehen wird! Wird diese wahrnehmbar nach Deutschland überschwappen, werden die Krauts zur Cumbia schwofen und überschnappen? Wohl eher nicht. Die Neo Cumbia von El Hijo de la Cumbia ist für den Dancefloor geschmiedet, vergleichbar weniger mit aktuellen Entwicklungen im UK oder den USA, sondern eher mit den in unseren Breitengraden seit Jahren beliebten Kreuzungen aus Balkan-Folkore und Dancebeats. Also weder geeignet für Freunde traditioneller folkloristischer Töne noch für Liebhaber subtiler oder innovativer elektronischer Musik. Es bleibt: eine Bereicherung für die party-orientierte, stiloffene Tanzparty. Einzelne Songs lassen sich gut in ein schweißtreibendes Set einbauen, am Stück durchgehört wirkt Freestyle... aber doch etwas zu steril und gewollt. Zeitgeistige Neubearbeitungen der traditionellen Cumbia gab es übrigens auch vor vierzig Jahren schon, damals halt nicht auf Electrobeats getrimmt, sondern mit psychedelischen Rocksounds fusioniert. Zu genießen z.B. auf The Roots of Chica – Psychedelic Cumbias from Peru.

 

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