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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 03:42

Martina Wildner: Das schaurige Haus

30.01.2012

Schneckenfluch mit Pilzen

Wer sich bereits beim Anblick von Nacktschnecken gruselt, wird vielleicht davor zurückschrecken, Das schaurige Haus in die Hände zu nehmen. Wer aber etwas stärkere Nerven hat, dem rät PAULA FRANK (12 Jahre) zuzugreifen.

 

Hendrik findet das große alte Haus vom ersten Moment an schon etwas seltsam, um nicht zu sagen gruselig, als er mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder Edward, genannt Eddi, einzieht. Es steht direkt neben einem Friedhof in einem winzigen Kaff im Allgäu. Für den 13-jährigen Hendrik ist alles neu, da er ja erst hergezogen ist, aber er lebt sich eigentlich ganz gut ein. Wenn da nur nicht dieser doofe Chris wäre, der ihn immer ärgert. Aber auch damit lässt sich leben, denn Hendrik hat ja noch seine Freunde Fritz und Ida. Doch dann fängt Eddi an zu schlafwandeln und seltsame Schnecken an die Wände zu malen. Als Hendriks Eltern Eddis Zimmer neu tapezieren wollen, finden sie unter der alten Tapete ein rotes, auf die Wand gemaltes Kreuz, unter dem »der eurer Kinder« steht.

 

Das allein ist ja schon seltsam, doch als dann Ida noch von einem Fluch erzählt, der angeblich auf dem Haus liegt, wird die Sache allmählich unheimlich. In den letzten Jahren sind einige Kinder im Dorf gestorben. Wenn man die Anfangsbuchstaben von deren Eltern zusammensetzt, bekommt man »Mein Tod i...«. Nimmt man das und setzt »st« und dann »der eurer Kinder« dazu, ergibt es: »Mein Tod ist der eurer Kinder«. Wessen Tod ist damit wohl gemeint? Und wer könnten »S« und »T« sein? Werden deren Kinder wohl die nächsten sein? Oder kann Hendrik das verhindern? Stimmt es, dass in dem alten Haus zwei Kinder von ihrer Mutter mit Pilzen vergiftet worden sind? Während Hendrik über diese Fragen nachdenkt, wird er zum Essen gerufen. Es gibt Pilze ...

 

Das schaurige Haus ist ein spannender Schauer-Roman von Martina Wildner, der in ihrer Heimat, im Allgäu, spielt. Er erzählt spannend und fesselnd von einer Familie, die trotz all der mysteriösen Spuren zusammenhält. Eltern, die dieses Buch ihren Kindern schenken wollen, brauchen sich keine Sorgen zu machen: Albträume kann man von dieser Geschichte kaum bekommen und die Kinder werden danach trotzdem noch Pilze essen (vorausgesetzt sie mochten sie davor).

 

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