Ja wirklich, das ist Realität in der ultimativen Vampyr-Internat-Serie, die uns jetzt aus den USA erreicht und dort bereits beim erfolgreichen fünften Band angelangt ist. Mutter und Teenie-Tochter Cast haben ihre ganz eigene Auslegung vampyrischer Wahrheiten, doch der Reihe nach. Zoey Redbird, Enkelin einer Cherokee-Indianerin und furchtbar unglücklich mit ihrem neuen Stiefvater, wird eines Tages Gezeichnet (kein Rechtschreibfehler, muss großgeschrieben werden). Auf ihrer Stirn erscheint ein Mondsicheltatoo und damit muss sie sich ins Vampyr-Internat House of Night begeben, denn sie wurde auserwählt, eine Vampyrin zu werden. Das läuft dann ähnlich ab wie bei Harry Potter, die Schüler werden interniert und durchlaufen eine aufreibende Ausbildung in Fächern wie Reiten, Fechten, Literatur (die meisten amerikanischen Schauspieler sind übrigens echte Vampyre, weil sie eben so schön sind) und Vampyr-Soziologie, da kriegt man seinen Blutrausch in den Griff. Das Bluttrinken kommt später, vorerst werden den Jungvampyren Spaghetti und Salat serviert.
Und natürlich gibt es, wie in allen Internatsgeschichten seit Hanni und Nanni, die absolute Oberzicke, die gerade vom aller-, allerschönsten Obersekunda-Vampyr abserviert wurde und nun wutschnaubend die Avancen ihres Ex-Lovers an die Neue ertragen muss. Klar leitet sie die obercoolste Clique und klar macht Zoey ihr diesen Posten streitig, weil sie das ja viel besser kann. Dazu kommt eine bunte Mischung aus Indianer-Esoterik, Sextipps für Girls wie etwa „Nur Mädchen ohne Hirn besorgen einem Jungen einen Blowjob“ und dem üblichen Teenager-Geplänkel, erzählt mittels einer mitunter reichlich deftigen Sprache. Im Vorwort bedankt sich Mutter Cast übrigens bei Tochter Cast für die Authentizität des Teenager-Jargons, den hätte sie ohne Kristins Hilfe nämlich nie so hingekriegt. Das wäre allerdings auch besser gewesen.
Nun, der Siegeszug der neuen Serie wird nicht aufzuhalten sein, die Mädels werden Zoey und ihre Mitschülerinnen lieben und ehren und wir Erwachsenen müssen pro Band läppische 16,95€ hinblättern. Na ja, wer liest, sündigt nicht!