Malcolm, süße sechzehn und ungeküsst, interessiert sich nur für die Wissenschaft, genauer gesagt für den Wissenschaftswettbewerb seiner Schule und zwar ausschließlich für den ersten Preis. Seine einseitige Ausrichtung erklärt den Zustand seines Ungeküsstseins, nicht aber die schmerzliche Tatsache, dass er bislang nur den zweiten Preis gewonnen hat. Diesesmal muss er es schaffen! Fehlt nur das Thema mit der entsprechenden Durchschlagskraft. Malcolm sucht und sucht, aber es ist nicht er, der das preiswürdige Thema findet. Das Thema findet ihn. Es hat drei Buchstaben und eigentlich wird Malcolm ganz schwindelig, wenn er nur daran denkt. Aber daran denken muss er und, Wissenschaftler, der er ist, geht er die doch noch etwas peinliche Sache mit System an. Und mit der Kamera. Sex, das ist die Frage, wer, wo, wann, mit wem und wie war es beim ersten Mal?
Zu seinem Erstaunen ist seine Umgebung überaus auskunftsfreudig. Der Wissenschaftler in ihm aber weist mahnend darauf hin, dass er in seiner Unerfahrenheit es schwer und schwerer haben wird, die einlaufenden Informationen korrekt zuzuordnen. Also ist neben der Theorie die Praxis gefordert. Aber wie kommt man von der sicheren Position hinter der Kamera in die richtige Position vor der Kamera?
Da wäre Juliet, die beste Freundin seit dem Kindergarten. Sie ist nicht abgeneigt, kocht aber ihr eigenes Süppchen. Malcolm will nicht unbedingt Liebe, jedenfalls nicht von Juliet. Wenn schon, dann von Charlotte, aber die ist abweisend, wann immer Malcolm in der Nähe ist. Wahrscheinlich ist sie in Brian verliebt, denkt Malcolm und trauert. Kevin trauert auch, denn er ist ganz sicher in Brian verliebt. Brian seinerseits hat aber ein Auge auf Juliet geworfen. So dreht sich das Gefühlskarussell schneller, als die Kamera aufnehmen kann. Und die Überraschungen am Ende konnte wirklich keiner voraussehen, gleich, ob Expertin oder Wissenschaftler. Gefühle eben.