von Michael Ebmeyer Andrea Maria Schenkel: Finsterau David Small: Stiche. Erinnerungen "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert Eli Pariser: Filter Bubble Der FUTTERblog - streng verdaulich!
Donnerstag, 24. Mai 2012 | 05:05

Heinz Janisch / Walter Schmögner: Ein verrücktes Huhn

06.02.2012

Alles, nur kaum Eier

Verrückte Hühner kennen alle – kein Zweifel, dass es sie wirklich gibt. Heinz Janisch erzählt, wie ein Bauer an seinem jedoch fast verzweifelt. Sein verrücktes Huhn legt nämlich anstelle der Eier fast immer irgendeinen Klamauk ins Nest. Mit den Bildern von Walter Schmögner entsteht so ein verrückter Lesespaß. Von JOHANNES BROERMANN

 

Zuerst verschluckt das Huhn seinen Schatten und legt daraufhin drei Tage lang nur schwarze Eier. Soweit, so normal. Was dann jedoch passiert, passt unter kein Hühnergefieder: morgens liegt Nebel überm Land, das Huhn legt Wolken. Sonntags gerät es in ein Fußballspiel, schon legt es tagelang Fußbälle. Dann fällt ihm ein Apfel auf den Kopf, am nächsten Tag legt das Huhn drei Äpfel. Daraufhin muss das Huhn zum Arzt und ins Fernsehen, denn der Bauer glaubt an eine Sensation. Doch vor laufender Kamera wird er arg enttäuscht: das verrückte Huhn legt ein »schönes großes weißes Ei«.

 

Um sich anschließend vor dem Kochtopf zu retten, holt das Huhn dem Bauern die Sterne vom Himmel. Keineswegs im übertragenen Sinn, sondern ganz real. Als Schmankerl gibt’s dann noch einen Überblick der verrückten Hühnerverwandten und ihrer Eier. Darunter sind das Libellenhuhn, das Eishuhn und ein nichtslegendes Doppelhuhn. Auch ein blindes Huhn ist vertreten und sogar das »Ei des Kolumbus« darf bestaunt werden. 

 

Ein verrückter Spaß

Die Bilder von Walter Schmögner verhelfen der Geschichte von Heinz Janisch zu einer ganz besonderen Atmosphäre. Einerseits ist die Surrealität ständig greifbar, andererseits kommt alles so real daher, dass es niemanden wundern dürfte, wenn der große Fernsehauftritt in der nächsten Programmzeitschrift tatsächlich angekündigt würde. Die ganzseitigen (Kunst-) Werke ergänzen und vervollständigen den knappen Text auf sehr angenehme Weise. Verrückte Ideen, verrückte Hühner, verrückter Spaß.

 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Öko oder Nazi - Hauptsache Pirat!

Die gute Nachricht zuerst: Die Polizei hat diese Woche bei einer Razzia in Nordrhein-Westfalen zwanzig Wohnungen durchsucht und drei Rechtsextreme im Alter zwischen 18 und  20 Jahren ...

Maler der Farben und Formen

Üppige Figuren und bunte Farben sind die Markenzeichen des kolumbianischen Malers Fernando Botero. Anlässlich seines 80. Geburtstags zeigt die Galerie Samuelis Baumgarte Bilder, ...

Garten Eden vor der Haustüre

Sie heißen Tigerella, Gelber Squash oder Rote von Paris. Sie gehören alten Sorten an, die oftmals in Vergessenheit geraten sind – doch ihre Farben-, Formen- und Geschmacksvielfalt ...

Verstaubt ohne Ende

Bullenklatschen ist ein irreführender Titel, aber er provoziert – das ließe sich genauso über den Film sagen. Provozierend das Personal: eine Anarcho-Fete. Jedenfalls ...

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

Trash, Hype, Diskursgewaber & Nostalgieambient

Kurz und bündig: KRISTOFFER CORNILS über Pink Holy Days, Laurel Halo, Motion Sickness Of Time Travel und ...

Augenblicke des »alten Europa«

Tony Judts literarischer Gang durch sein Chalet der Erinnerungen.

 

Von WOLFRAM SCHÜTTE

Gegen die Dominanz des Beliebten

Nach Amazon (1997) und Google (2004) geht nun mit Facebook das dritte Internet-Schwergewicht an die Börse. Häufig liegen die drei Unternehmen mit der Entwicklung neuer Techniken ...

Er lebt, und er weiß es

Es muss einfach einmal gesagt werden: Er ist einer der Größten. Nächstes Jahr wird Randy Newman siebzig, und seine Zuhörer sind mit ihm alt geworden. Aber es sind genug, um den ...

No sleep till Pixel

Auf einem gewissen Panel der diesjährigen re:publica lief RUDOLF INDERST dem Berliner Dennis Liebzeit ...

No sleep till Pixel

Auf einem gewissen Panel der diesjährigen re:publica lief RUDOLF INDERST dem Berliner Dennis Liebzeit ...