... über die Brieffreundschaft zwischen Paul Celan und Klaus Demus auf und TINA MANSKE stellt uns das nicht gerade leicht zugängliche Debüt von Martin Büsser vor, das aber durch das ernsthafte Bemühen, klischeefrei vom Aufwachsen in den 70er-Jahren zu berichten, überzeugt.
Außerdem empfehlenswert: Journalismus in Hochform: 164 Reportagen auf 600 Seiten aus 2500 Jahren Menschheitsgeschichte – CHRISTIAN NEUBERT reibt sich die Augen angesichts des prächtigen, übervollen Folianten Nichts als die Welt, den Georg Brunold herausgegeben hat. FRANK SCHORNECK ist begeistert von dem magischen Realismus in Stefan Petermanns Romanerstling Der Schlaf und das Flüstern und THOMAS SCHAEFER hat in zwei opulente Hörbücher hineingehört, die den Poeten und „Troubadour“ Peter Rühmkorf noch einmal auf der Höhe seiner Wort- und Vortragskunst zeigen.
Politisches gibt es ebenfalls einiges zu berichten, WOLFRAM SCHÜTTE kommentiert einen erneut unglaublichen Vorgang aus Hessen, der wieder einmal zeigt, wie viel Filz sich unter der Patenschaft von Roland Koch entwickelt hat. Und literaturpolitisch ist die Aufregung groß: Shootingstar Helene Hegemann und ihr Verlag haben es versäumt, auf den stark collageartigen Charakter des Erfolgsromans hinzuweisen, in den offensichtlich große Passagen urheberrechtlich geschützter Sätze und Szenen hineingemischt wurden.