Bis an die Grenzen der Sprache und darüber hinaus
Das Buch ist kein reines Bilderbuch für Kinder, obwohl sich auch ein kindliches Publikum an all den Merkwürdigkeiten erfreuen kann, die es zu lesen und zu sehen gibt. Das Vokabular ist weit gefasst, es reicht von ein wenig altmodischen Ausdrücken wie "kernig" oder "Quetschkommode" bis zu nicht ganz korrekten zeitgenössischen wie "crasht" ("Carla Chamäleons Computer" natürlich). Es gib "verschuldete Vogelspinnen-Vettern", "empörte Egerlinge" und gleich "hundert hämische Hühner". Formuliert ist es einfallsreich, hin und wieder werden Grammatikregeln ein wenig gedehnt, aber das schadet nichts, im Gegenteil, es verdeutlicht die Flexibiliät und Farbigkeit von Sprache.
In der Widmung reiht die Autorin 54 Adjektive aneinander, die mit dem Buchstaben ‚f’ beginnen, schließlich muss es zum Wort "Familienangehörige" passen. Diese Wörter nacheinander, sozusagen in einem Rutsch, auszusprechen, macht Sprache zum Genuss. Was die sechsundzwanzig Hauptpersonen und eine paar Dutzend Nebenfiguren dergestalt erleben, muss man lesen, um es zu glauben.