Und heute, als er aufwacht, fängt es gleich wieder an: Da steht er in einer Pfütze aus Kakao, sein Lieblingsbecher, der mit Spiderman, ist zerbrochen, und dann schneidet er sich auch noch. Jonas weiß: „Verletzte Väter brauchen einen Moment Ruhe. Und natürlich Trost.“ Und so setzt sich Jonas auf Papas Schoß und hat eine blendende Idee: Sie tauschen die Rollen. Papa darf Kind sein, und Jonas probiert sich im Vatersein.
Eine wunderbare Eingebung. Denn sofort ist alles gut: Jonas wischt auf, Papa will helfen. Besser nicht: „Pfeif ein Lied!“, sagt Jonas: „Das sagt Papa sonst nämlich immer, wenn er nicht will, dass Jonas bei irgendwas hilft.“ Dann macht Jonas Frühstück und wirft heimlich die verschimmelte Salami weg, beim Baden fängt Papa eine Spritz-Schlacht an und verschwindet danach im Kinderzimmer, wo er mit der Eisenbahn spielt, während Jonas aufwischt. Danach macht Papa die Mathe-Aufgaben, und Jonas verkündet: „Ich guck fern.“ Und wartet auf Protest. Aber es kommt keiner.