In seinem Debutroman Wo die wilden Maden graben schilderte Thorsten Nagelschmidt aka Nagel , langjähriger Sänger der mittlerweile liquidierten Band Muff Potter, deutlich durch eigenes Erleben gespeist, den Alltag des Tourlebens.
Doch muss man nicht unbedingt Rockmusiker sein, um zwischen verschiedenen Welten zu driften und nicht recht zu wissen, wo es langgeht. Meise, Protagonist in Was kostet die Welt, ist eigentlich ein Slackertyp aus der Metropole Berlin, der in den Tag hinein lebt. Nach dem Ableben seines Vaters erbt er eine ganz ordentliche Summe und ist sich sicher: keine Anschaffungen! Die Kohle soll komplett für Reisen verprasst werden. Also macht er sich erstmal auf nach Übersee, um den Horizont zu erweitern. Zurück in der Heimat ist er zwar um einige Anekdoten reicher, was so etwas wie einen Lebensentwurf anbelangt, allerdings nicht weiter. Ein Reise-Liebesabenteuer kann und will er – trotz deutlicher Signale seitens der Frau – nicht zu einer Beziehung ausbauen. Um die restlichen Scheinchen zu verpulvern, folgt Meise der Einladung einer Reisebekanntschaft in die Provinz der Moselregion.