Manu-Digiskripte?
Im Umfeld der Rassismen wie der Didaktismen, die sich an den Mauern des heutigen Berlin finden, ließe sich diesem „verwunderten Zeitungsleser der BBC“ von damals, „ein ebenfalls sorgenvoll verwunderter Mauertextleser zur Seite stellen“, so der Autor.
Obgleich man natürlich die berechtigte Frage aufwerfen könnte, ob die „Manu-Mauerskripte“ vom Autor nicht weit überschätzt werden, und sich mittlerweile weit wirkungsmächtigere Ontotexte auf ganz anderen Grundlagen und Medien tummeln (im Internet als Manu-Digiskripte vielleicht?), so besticht dieser Essay doch insgesamt durch ein weites Einfangen alltäglicher Wirklichkeiten. Zudem ist da diese wortmächtige Klarheit und (eigenwillige) Begrifflichkeit, die dennoch so luftig daherkommt, dass in ihren Zwischenräumen buchstäblich die Kreativität zuhause ist ... Selbst wenn Margwelaschwili in seinem Duktus also belehrend missverstanden werden könnte, so sitzt ihm doch allzeit ein ontotextologischer Schalk im Nacken.