Aufgebläht gen Himmel
Aber – und damit kommen wir jetzt explizit endlich zur eigentlich Rezension – egal, für wie versaut Sie sich halten, glauben Sie mir, das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Oder besser: Glauben Sie Dennis DiClaudio, der in seinem Lexikon der unzüchtigen Vergnügungen Der kleine Erotiker 42 sexuelle Spielarten weit jenseits der Löffelstellung aufzeigt – und wir reden hier von WEIT JENSEITS, und auch von Spielarten, die Ihnen schon beim Lesen oftmals das Blut sofort in die Wangen hinein und aus den Schwellkörpern heraus treiben werden. Allerdings, das Interessante, was man als Leser bei vielen Praktiken lernt, ist gar nicht so sehr der technische Aspekt dabei (was, wo, wie und wer bitte schön, macht da freiwillig mit und wie illegal ist das), sondern die Tatsache, dass die entsprechende Fantasie dahinter erst das sexuelle Vergnügen ausmacht. Und so seltsam das einem auch vorkommen mag: Es gibt Menschen, die in einem Höchstmaß sexuelle Erregung verspüren
wenn sie sich vorstellen, dass ihr Partner sich aufbläht wie ein Luftballon, der sich mit Helium füllt, und schließlich gen Himmel davonschwebt
wenn sie sich vorstellen, wie Roy Orbinson in Küchenfolie eingewickelt wird (wobei übrigens das Entscheidende an dieser Fantasie überraschenderweise nicht Roy Orbinson ist, sondern der Küchenfolien-Teil)
wenn sie sich vorstellen, dass sie von einem riesigen Fuß zerquetscht werden.