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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 16:30

Karate Kid - ab heute im Kino!

22.07.2010

,,Kämpfen nicht gut. Aber wenn kämpfen, dann gewinnen." *

LIDA BACH war im Hotel Adlon und hat einen überaus redseligen Will Smith erlebt. Jackie Chan dagegen versuchte, seiner Rolle als weiser Alter, der nur das Nötigste sagt, gerecht zu werden.

 

Heute startet Harald Zwarts Remake des Kultfilms, der asiatischen Kampfsportarten zu ungeahnter Popularität verhalf, in den Kinos. Das neue Karate Kid heißt Jaden Smith. Vor genau zwei Wochen wurde er 12 Jahre alt. Wenige Tage vor Filmstart spricht er mit seinen Eltern und Nebendarsteller Jackie Chan auf der Pressekonferenz über seine Erfahrungen bei der Wiederbelebung des Kino-Mythos.

 

Auf der Leinwand mag „Der Alte“, der dem Jungen als einziger das Geheimnis der Meister lehren kann, Jackie Chan sein. In der Realität, scheint es, ist Jadens Meister und Vorbild sein Vater Will Smith. Niemand spricht so viel und lebhaft auf der Pressekonferenz im luxuriösen Berliner Hotel Adlon wie der immer häufiger als Produzent agierende Action- und Comedy-Star. Dass sich mehr Fragen an die anderen drei Teilnehmer richten, kümmert ihn wenig. Wie es z.B. für Jackie Chan war, die „emotionale“ Rolle des nunmehr Mr. Han statt Mr. Miyagi genannten Lehrermeisters zu spielen?

 

,,It´s not embarrassing!" (Will Smith)

„Vor 20 Jahren war ich derjenige, der kämpft. Jetzt sitze ich nur da und sehe zu“, sagt Chan. So auch auf der Pressekonferenz, wo er nach der Eingangsfrage kaum noch zu Wort kommt. Vielleicht ging etwas von Mr. Hans / Mr. Miyagis stoischer Ruhe auf den chinesischen Star über, dass er Will Smiths Vorstellung schweigend erduldet. Noch seltener als Chan darf nur noch Jada Pinkett Smith sprechen, deren Aufgabe auf der Pressekonferenz vorrangig ist, ihren Gatten nickend zu bestätigen. Fast wirkt es da wie subtile Ironie, wenn Mr. & Mrs. Smith vom Moderator im Tonfall eines Box-Ringsprechers als „Produzenten- und Ehepaar“ angekündigt werden.

 

Ihren Sohn kämpfen zu sehen, habe sie stolz gemacht, verrät Co-Produzentin Pinkett Smith, darin ähnelt sie der von der abwesenden Taraji P. Henson verkörperten Filmmutter ihres Sohns: „Es war nicht nur seine erste Hauptrolle, sondern gleich eine so klassische wie die des Karate Kid." Als solches habe er natürlich alle Kampfbewegungen selbst beherrschen müssen. Und die fünf bis sechs Stunden tägliches Training dehnte er freiwillig über die Mittagspausen und Wochenenden aus, beteuert Jaden. Der einzige Kampf-Trick allerdings, den Jaden Smith spontan noch vorführen könne, sei der, „so ein Glas hier so weit zu werfen wie du kannst, etwa, wenn jemand in einer Pressekonferenz dich dazu zu kriegen versucht, was vorzumachen.“

 

,,This is embarrassing!" (Jaden Smith)

Für Karate Kid als zweiten Film nach The Last Emperor eine Dreherlaubnis in Chinas Verbotener Stadt zu erlangen, scheint ebenfalls ein Kinderspiel gewesen zu sein. Zumindest, wenn man Will Smith glaubt: „Wenn man in China etwas will, braucht man bloß sagen: Jackie Chan wäre so enttäuscht, wenn nicht ... Jackie ist der Bürgermeister, der Direktor, der Präsident! Unser größtes Problem beim Dreh war, die Kamera irgendwohin zu wenden, wo kein Bild von Jackie hängt.“ Konflikte bezüglich Meinungsfreiheit, und Menschenrechten kennt dieses Jackie-Chan-China anscheinend nicht. Vermutlich ist es dort wie in den USA, nur dass alle ihre „Asia Box“ mit Stäbchen statt Plastikgabel essen. Ach ja: Und alle sprechen komisch. Aber Jaden Smith versichert, er verstand seine chinesischen Dialoge wie die Kampfkunst. Und dass keiner am Set etwas Falsches auf die Cue Cards schreiben würde, wusste er auch.

 

Verständlich, dass die Smiths beinahe vor Stolz platzen, „einen Schauspieler von solchem Niveau“, „ein Naturtalent“ daheim zu haben. Ideen für ein Sequel – auf den originalen „Karte Kid“ folgten drei – hat Vater Will auch schon. Immerhin soll seine Produktion „den gleichen Einfluss für eine neue Genration haben“. Wird Jaden Smith in Anbetracht solcher elterlichen Karrierepläne enden wie Lindsay, fragt eine Journalistin besorgt und ergänzt: „Wir alle wissen, was mit Lindsay Lohan passiert ist.“

„Die haben Eltern, die keine Ahnung vom Geschäft haben!“, urteilt Smith über die Lindsays dieser Welt. „Aber wir kennen das Geschäft!“. Niemand der Anwesenden dürfte das noch anzweifeln.

 

* Mr. Miyagi in Karate Kid, 1984

 

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und wie ist der film?????
| von max, 25.07.2010

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07.06. Hannover, Musiktheater Bad
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