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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 17:32

 

Kurzbiographie von Steve Schapiro

16.11.2010

Der unbekannte Großmeister

Schon in früher Kindheit entdeckte Steve Schapiro die Fotografie für sich. Zu seinen ersten Vorbildern zählte der französische Fotograf Henry Cartier Bresson. Seine Heimatstadt New York bot Schapiro jede Menge Übungsmöglichkeiten. Eine richtige fotografische Ausbildung erhielt Schapiro dann von dem Fotojournalisten W. Eugene Smith, dessen Lehre und Weltsicht ihn intensiv beeinflussten. Von BASTIAN BUCHTALECK

 

Von 1961 an arbeitete Schapiro als freier Fotojournalist. Bis heute gilt sein Interesse vor allem der Abbildung von sozialen Situationen. Schnell machte er sich mit seiner essay-artigen Reportage-Fotografie einen Namen und veröffentlichte bei den wichtigsten Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen seiner Zeit: Life, Time, Rolling Stone, Vanity Fair und vielen weiteren.

 

Schapiro spezialisierte sich dabei insbesondere auf Themen, die für zivile Rechte stritten. Dazu gehörten unter anderem eine Story über Gastarbeiter und deren Lebenssituation, der Marsch auf Washington oder auch Bilder nach dem Mord an Martin Luther King.

 

Später, ab den 1970er Jahren, verlagerte Schapiro seine fotografische Aufmerksamkeit auf den Film. Im Auftrag der großen Studios fotografierte er an Filmsets für Werbematerial, Filmstills und Poster. Seine bekanntesten Arbeiten leistete Schapiro bei Der Pate, Taxi Driver, Chinatown oder Asphalt Cowboy. Zusätzlich arbeitete er auch noch mit Musikern wie Barbara Streisand oder David Bowie zusammen, für die er Album-Cover und weitere Werbefotos anfertigte.

 

Ausstellungsbeteiligungen, Einzelausstellungen und Monografien

Eine erste Monografie mit Schapiros Arbeiten ist 2000 erschienen. In American Edge versammeln sich hauptsächlich Bilder, die Schapiro in den 60er Jahren als Fotojournalist geschossen hat. Sieben Jahre später erschien der Band Schapiro's Heros, in dem zehn berühmte von Schapiro porträtierte Persönlichkeiten in Fotostrecken abgebildet sind. Anschließend sind 2008 mit The Godfather Family Archive und 2010 mit Taxi Driver die ersten beiden Foto-Bildbände, der auf drei Bände angelegten Kooperation mit dem Taschen Verlag, erschienen. Die Veröffentlichung eines Bildbandes zu Chinatown scheint sehr wahrscheinlich.

 

Seit Fotografien Schapiros 1969 im Metropolitan Museum of Art in der Ausstellung Harlem on my Mind gezeigt wurden, sind sie weltweit immer wieder in Ausstellungen und Museen zu finden. Neben diesen Ausstellungsbeteiligungen gab es in vielen Städten auch Einzelausstellungen mit den Fotografien Schapiros.

 

Bis heute arbeitet Steven Schapiro als Fotograf.

 

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