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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 17:37

Russische Filmwoche in Berlin - vom 24. bis 30. November

25.11.2010

Filmgrüße aus Moskau

Die besten Plätze sind reserviert. Das doppelte Vergnügen wartet. Sieben Tage lang steppt der russische Bär auf der Leinwand. Am Mittwoch Abend eröffnete die Russische Filmwoche in Berlin. Von Arthouse bis Avantgarde zeigt Russlands Kino neue Filmkunst und alte Klassiker. Lida Bach konnte die Augen nicht davon lassen. Von LIDA BACH

 

Eine dreifache Premiere gab den Auftakt zu einer Woche Weißer Kinonächte. Die 6. Russische Filmwoche lädt vom 24.11. bis zum 31. 11. in diesem Jahr an sechs Spielorten zum Entdecken alter Kinoschätze und neuer Filmkunst ein. Die am schnellsten wachsende Filmindustrie präsentiert sich auf dem am rasantesten wachsenden Festival der Hauptstadt. Die Zahl der teilnehmenden Kinos hat sich verdoppelt. Das Programm ist umfangreicher und vielfältiger denn je. Den Auftakt gab die Deutschland-Premiere des russischen Oscar-Anwärters „Kraj“. Soviel Filmvergnügen muss in einem angemessenen Rahmen genossen werden. Mit dem Delphi Filmpalast und dem Babylon heben zwei der schönsten Kinos Berlins für die Russische Filmwoche den Vorhang. Darüber hinaus widmet sich das Kinderkino FEZino dem diesjährigen Festivalschwerpunk Kinderkino.

 

Zur Eröffnungsfeier zeigte Alexej Utschitels Drama „Kraj“ eine Geschichte von neuer Liebe und alten Feindbildern „Am Rande der Welt“ im Verbannungsort Sibirien. Zweiter Höhepunkt der Russischen Filmwoche ist Alexej Popogrebskis packender Psychothriller „Wie ich den Sommer beendete“. Zum ersten mal ist der russische Berlinale-Beitrag, der mit drei Silbernen Bären für die herausragende Kameraarbeit und die zwei Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde, nach den Internationalen Filmfestspielen wieder zu sehen. Mit über zwei Stunden Laufzeit ist „Wie ich den Sommer beendete“ noch länger als Russlands Oscar-Anwärter „Kraj“, seinerseits eine der kostspieligsten Produktionen der russischen Filmgeschichte. Schwerpunkt sind jedoch die einem hiesigen Publikum meist verborgenen Facetten der russischen Filmszene.

 

Kleinere Produktionen zeigen Romantisch-humorvolles aus „Ironie der Liebe“, einen tragisch-komischen „Mann am Fenster“, Melodramatisches „In Sachen Liebe“, familiär-komisches „Im Stil des Jazz“, familiär-tragisches in „Sonny“ und actionreiches darüber „Zu leben“. Das Fans der Avantgarde und des experimentellen Kinos können in einer zweiteiligen Werkschau die Kurzfilme Wladimir Kobrins genießen. Am Wochenende präsentiert das Sonderprogramm Kino für Kids Kinder und Jugendfilme. Sogar das Wetter spielte in diesem Jahr mit eisigen Temperaturen mit. Umso kälter Berlin, umso größer die Festivalbegeisterung der Berliner, die ihr größtes Filmfest in den kältesten Monat gelegt haben. Mehr Festivalstimmung geht nicht. Dawai, dawai! Kino Russki auf der Russischen Filmwoche.


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