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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 17:49

Kishi Torajiro: Maka-Maka II

16.12.2010

(These) girls (still) just wanna have fun

Im zweiten Band von Torajiros Collegemädchenreport Maka-Maka drücken die beiden Protagonistinnen wieder eindringlich ihre Gefühle füreinander aus. CHRISTIAN NEUBERT hat ihnen dabei ... - über die Schulter gesehen.

 

Yuris, das sind Mangas, die die erotische Liebe unter Frauen zum Thema haben. Sie richten sich im allgemeinen an erwachsene Leser beiden Geschlechts. Mit Maka-Maka veröffentlicht Panini eine zweiteilige Miniserie dieses Genres, deren erster Band durchaus das Zeug hatte, hohe Erwartungen auf die Fortsetzung zu wecken.

 

Diese ist nun erschienen. Und man muss zugeben, dass Torajiro, Autor und Zeichner der Serie, das Niveau halten kann: Die farbigen Zeichnungen fangen nach wie vor auf gelungene Weise die erotischen Spielchen der beiden Protagonistinnen ein.

 

Und nach wie vor auch kaum mehr als das – außer ihren frivolen Techtelmechteln gibt es in Maka-Maka nicht viel zu bestaunen. Doch was für den ersten Band gegolten hat, trifft auch auf den zweiten zu: Man kann Torajiro nicht vorwerfen, seine Reihe würden sich in den recht ausführlich geschilderten Liebesspielereien der beiden erschöpfen – nein, sie konzentriert sich auf diese.

 

Weiter wie gehabt

In den einzelnen Episoden, die sich quasi ausschließlich der Ausübung der körperlichen Liebe an diversen mehr oder weniger öffentlichen Orten widmen, wird die Geschichte der beiden Stück für Stück weitererzählt. Die Charakterzeichnungen bleiben dabei genauso wenig blass wie die schön kolorierten Bilder – auch wenn sie deutlich weniger Konturen als die realistisch gezeichneten Körper der Protagonistinnen aufweisen.

 

Diese hegen weiterhin ihre zwischendurch auftretenden Selbstzweifel und plagen sich mit Versagensängsten herum – vögeln sich diese mit der gleichen Beständigkeit wie im ersten Band aber wieder weg. Dabei darf man der Reihe aufgrund ihrer wenig zurückhaltenden, jedoch glücklicherweise nicht übertriebenen Darstellungen, die mit gelungenen, auf plumpe Verbalerotik verzichtenden Dialogen kombiniert sind, das Etikett »erotisch« zweifellos beimessen.

 

Von der Vorgeschichte der beiden, die ihre zwar simpel, aber keineswegs banal gestrickte emotionale Entwicklung ein wenig erklären soll, bekommt man als Leser auch wieder ein Stückchen serviert. Und was sich im ersten Band angebahnt hat, findet nun im zweiten seine Erfüllung: Zwischen dem regelmäßigem Sex der eigentlich lediglich »besten Freundinnen« machen sich die beiden regelmäßig ihre festen Freunde betrügenden Girls diesmal sogar ein Liebesgeständnis, wenn auch nur eher beiläufig. Na also, meine Damen!

 

Ab in die Kiste - und fertig

Man bekommt also in Maka-Maka II wieder das geboten, was auch den ersten Band der Reihe zu einem zwar nicht gerade anspruchsvollen, aber – sagen wir einfach mal: guten Lesestoff macht. Da der alleinige Inhalt allerdings wie gehabt der ist, dass sich die beiden scharfen Luder von einem Höhepunkt zum anderen hecheln, bleibt Torajiros Miniserie für den Leser auf Dauer ziemlich höhepunktarm. Dieser Umstand stört jedoch nicht besonders – vorausgesetzt, dass man nicht mehr von der Reihe erwartet, als das, was sie ohnehin verspricht.

 

Am Ende des zweiten Bandes heißt es erneut: Happy Days will continue – auch, wenn die Miniserie damit abgeschlossen ist. Schade eigentlich. Aber einen weiteren Band bräuchte man ohnehin nur, um den beiden noch länger zugucken zu können. Ändern tut sich ja ohnehin nichts. Deswegen kennt man, wenn man den ersten Band gelesen hat, den zweiten eigentlich auch schon vor seiner Lektüre.


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