Der Aufstand der Philippinos war zunächst eine Angelegenheit des Militärs. Als Diktator Ferdinand Marcos aber den Befehl gab, eine Kaserne mit revoltierenden Soldaten anzugreifen, solidarisierte sich das Volk mit den Aufständischen. 100.000 Menschen versammelten sich um die Kaserne und brachten die anrollenden Panzern zum Halten. Die Armee verweigerte angesichts der Proteste den Befehl des Diktators und schloss sich dem Putsch an, was Marcos, der seit 1965 das Land regierte, erheblich unter Druck setzte.
Weiterer Druck kam aus dem Ausland. Schließlich entzogen auch die USA unter dem damaligen Präsidenten Ronald Reagan dem Marcos-Regime ihre Unterstützung. Marcos floh in die USA (genauer: nach Hawaii), die Philippinen waren frei. Neues Staatsoberhaupt wurde Corazon Aquino, die Witwe des 1983 ermordeten Oppositionsführers Benigno Aquino. Bis 1992 hatte Corazon Aquino das höchste Staatsamt auf den Philippinen inne; sie starb 2009. Seit 30. Juni 2010 regiert ihr Sohn, Benigno Aquino III.