Heiteres aus dem Darmspiegelkabinett
Das Büchlein besteht aus einzelnen Cartoons; es werden keine irgendwie zusammenhängenden Geschichten oder schräge hermetische Universen entworfen, sondern mit thematischer Vorgabe brav pro Seite ein Lacher abgeliefert. Damit befindet sich Mahler in der Gesellschaft von Cartoonisten wie Martin Perscheid, Ralph Ruthe oder dem großen Garry Larson. Man kann nicht sagen, dass er sich in dieser Gesellschaft schlecht hält, aber er sticht nicht durch außergewöhnliche Brillanz hervor.
Natürlich lässt sich die Witzigkeit von Gags schwer beschreiben, messen oder kategorisieren, man kann aber doch sagen, dass Momente unerwarteter Absurdität oder schmerzhafter Ehrlichkeit eher dünn gestreut sind in diesem Band, und man sich stattdessen mit einer ganzen Reihe mehr oder weniger gelungener, illustrierter Wortspielchen abfinden muss, etwa dem Urologen Marsch (»Prosta - ta -tam, prosta - ta - tam, prosta- ta- tam«), dem Nudeleinlauf oder dem Hard Rock O.P.