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Maxim Biller ist 50 geworden

25.08.2010

Das stoffspendende Glück

In Prag geboren emigrierte Biller mit seinen Eltern und seiner Schwester 1970 nach Westdeutschland. Er studierte Literatur und ging an die Deutsche Journalistenschule. Als Journalist hat Biller sich vor allem durch seine Kolumne 100 Zeilen Hass in der Zeitschrift "Tempo" einen Namen gemacht. Sein erster Erzählband stammt von 1990 und hieß hieß Wenn ich einmal reich und tot bin (Kiepenheur & Witsch). 2003 erregte Biller Aufsehen mit seinem Roman Esra, dessen Vertrieb wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten untersagt wurde.

 

"Meine Familie stammt aus Rusßland und aus der Tschechoslowakei, (...) und ich hatte das stoffspendende Glück, daß wir nach dem Prager Frühling nach Deutschland emigrierten. Wieviel mehr biographisches Material kann ein Autor verlangen in einer Zeit, in der seine Kollegen mit sechzehn ein bißchen Haschisch rauchen, mit achtzehn Abitur machen, für ein Jahr nach Paris gehen, dann in Heidelberg oder München Germanistik studieren und schließlich einen »Prosatext« schreiben, der nur aus Zitaten von Lacan und Baudrillard besteht und dessen schwer auszumachender Held mit sechzehn ein bißchen Haschisch raucht, mit achtzehn Abitur macht und dann für ein Jahr nach Paris geht."

 

Für die FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG schreibt er regelmäßig die Kolumne Moralische Geschichten.

Maxim Biller lebt in Berlin.

 

TITEL sagt: Yom Huledet Same'ach!

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Von WOLFRAM SCHÜTTE