Die Begründung der Jury lautet:
Lemmings Zorn ist ein Kriminalroman im besten Wortsinn. Denn er stellt das Verbrechen nicht auf pornografische Weise in den Mittelpunkt, sondern rollt eine Handlung auf, an deren Ende notgedrungen das Verbrechen stehen muss – das Verbrechen in legistischer Hinsicht zumindest. (…) Lemmings Zorn ist also auch und vor allem ein gesellschaftskritischer Roman, ein Spiegel unserer Zeit, in der sich menschliche Werte wie Anstand und Mitgefühl der persönlichen, rücksichts- und skrupellosen Bereicherung einer wirtschaftlich oder politisch herrschenden Kaste unterordnen müssen.
Der Preis soll künftig jährlich vergeben werden und Kriminalromane auszeichnen, deren Qualität, innovativer Charakter und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten Leo Perutz erinnern