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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 22:33

Stefan Slupetzky erhält den Leo-Perutz-Preis

29.09.2010

"Ein Spiegel unserer Zeit"

Im Rahmen der 6. Wiener Kriminacht wurde der Autor Stefan Slupetzky am 28. September mit dem 1. Leo-Perutz-Preis der Stadt Wien für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Slupetzky setzte sich mit seinem Kriminalroman Lemmings Zorn gegen vier weitere Nominierte durch.

 

Die Begründung der Jury lautet:

 

Lemmings Zorn ist ein Kriminalroman im besten Wortsinn. Denn er stellt das Verbrechen nicht auf pornografische Weise in den Mittelpunkt, sondern rollt eine Handlung auf, an deren Ende notgedrungen das Verbrechen stehen muss – das Verbrechen in legistischer Hinsicht zumindest. (…) Lemmings Zorn ist also auch und vor allem ein gesellschaftskritischer Roman, ein Spiegel unserer Zeit, in der sich menschliche Werte wie Anstand und Mitgefühl der persönlichen, rücksichts- und skrupellosen Bereicherung einer wirtschaftlich oder politisch herrschenden Kaste unterordnen müssen.

 

Der Preis soll künftig jährlich vergeben werden und Kriminalromane auszeichnen, deren Qualität, innovativer Charakter und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten Leo Perutz erinnern

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Von WOLFRAM SCHÜTTE