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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 23:02

 

Foto: Lukas Beck / Paul Zsolnay Verlag Foto: Lukas Beck / Paul Zsolnay Verlag

Martin Pollack erhält den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2011

26.11.2010

Erhellendes Licht

Für sein einprägsames und richtungweisendes Œuvre wird dem österreichischen Publizisten, Schriftsteller und Übersetzer Dr. Martin Pollack von einer international besetzten Jury der mit 15.000 Euro dotierte Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung für das Jahr 2011 zuerkannt.

 

In der Begründung der Jury heißt es, dass Pollack in seinen historischen Reportagen „stets  ein erhellendes Licht auch auf unsere Gegenwart wirft“. Er fokussiere diese literarische Kunstform auf dem heiklen Grat zwischen Essayistik und Dokumentation mit seiner Empathie immer darauf, den namenlosen Opfern der Geschichte Name und Würde zuzuschreiben.

 

In seinem  jüngsten, in diesem Jahr im Zsolnay Verlag erschienenen Buch «Kaiser von Amerika» macht Pollack die große Massenflucht der Juden, Polen und Ukrainer aus Galizien zu Beginn des vorigen Jahrhunderts kenntlich als Prototyp heutiger Migrationsströme mit ihrem Schlepper-Unwesen und Menschenhandel.

 

Dr. Martin Pollack, geboren 1944 in Bad Hall, Oberösterreich, studierte in Wien und an verschiedenen jugoslawischen Universitäten Slawistik und Osteuropäische Geschichte. Er war Korrespondent des Spiegel in Wien und Warschau sowie Übersetzer aus dem Polnischen. Martin Pollack lebt als freier Schriftsteller in Wien und im Burgenland.

 

Die Preisverleihung 2011 an Martin Pollack findet anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse am 16. März 2011 im Gewandhaus zu Leipzig statt.

 

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Von WOLFRAM SCHÜTTE