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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 23:18

Jean Krier erhält den Albert-von-Chamisso-Preis

21.01.2011

Bereicherung der deutschsprachigen Lyrik

Jean Krier erhält den mit 15.000 Euro dotierten Adelbert-von-Chamisso-Preis 2011. Mit diesem Preis ehrt die Robert Bosch Stiftung seit 1985 herausragende literarische Leistungen in deutscher Sprache, verfasst von Autoren, deren Muttersprache oder kulturelle Herkunft nicht die deutsche ist. Damit ist dieser im literarischen Leben des deutschsprachigen Raums etablierte Preis der einzige seiner Art in Deutschland. Der luxemburgische Dichter Krier überzeugte mit seinem jüngsten Band Herzens Lust Spiele (poetenladen).

 

Seine deutschsprachigen Wortteppiche, die er subtil mit französischen Einsprengseln spickt, speisen sich aus Erfahrungsmomenten und Lektüreerlebnissen. Die scheinbar prosanahen Texte nehmen die europäische Tradition der literarischen Moderne des 20. Jahrhunderts auf und erweitern deren thematisches und sprachliches Spektrum. Mit seinem Gesamtwerk bereichere der Luxemburger Dichter die deutschsprachige Lyrik und leiste auf originelle Weise einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der ihn prägenden Kulturen, so die Jury des Chamisso-Preises. Der Preis wird am 16. März 2011 in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz verliehen.

Jean Krier wurde 1949 in Luxemburg geboren, wo er heute lebt. Neben Beiträgen in Literaturzeitschriften wie Akzente und manuskripte veröffentlichte er mehrere weithin beachtete Gedichtbände.

Die Juroren des Adelbert-von-Chamisso-Preises 2011 sind: Gregor Dotzauer (Der Tagesspiegel), Zsuzsanna Gahse (Autorin und Chamisso-Preisträgerin 2006), Clemens-Peter Haase (Goethe-Institut), Ina Hartwig (Literaturkritikerin) und Dorothea Westphal (Deutschlandradio Kultur).

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Von WOLFRAM SCHÜTTE