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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 23:23

Vor 150 Jahren spalten sich die Südstaaten der USA ab

08.02.2011

Nord-Süd-Konflikt

Am 8. Februar 1861 schlossen sich sechs südliche US-Bundesstaaten zu einem eigenen Staatenbund zusammen und erklärten ihren Austritt aus den USA. Den »Konföderierten Staaten von Amerika« traten einige Wochen später drei weitere Südstaaten bei – die Spaltung der USA in einen Norden und einen Süden war vollzogen, die stolze Selbstbeschreibung des jungen Landes, eine »unteilbare Nation« zu sein, zur bloßen Rhetorik verkommen. Von JOSEF BORDAT

 

Die Ursachen dafür sind vor allem ökonomischer Natur. Seit Jahren gab es Streit zwischen dem fortschrittlichen und schon stark industrialisierten Norden und dem agrarisch geprägten Süden der USA, der sich vor allem in der Auseinandersetzung um Sklaverei zeigte. Der Norden wollte sie abschaffen, der Süden nicht: Die Plantagen brauchten ihre billigen Arbeitskräfte.

 

Die US-Regierung in Washington unter Abraham Lincoln erkannte die Sezession der Südstaaten nicht an und schickte Truppen.

 

 

Der Bürgerkrieg dauerte bis 1865 und endete mit dem Sieg des Nordens und der (juristischen) Abschaffung der Sklaverei. Für die USA begann eine lange Phase des Friedens auf dem eigenen Territorium. Bis zum 11. September 2001 sollte es in den USA keinen Akt kriegerischer Gewalt mehr geben.

 

Die systematische Benachteiligung der schwarzen Bevölkerung, die als Nachfahren der Sklaven in Amerika leben, dauerte noch über 100 Jahre an. Bis weit in die 1970er Jahre lassen sich massive Strukturen der Diskriminierung nachweisen. Erst mit dem derzeitigen Nachfolger Lincolns im Präsidentenamt, mit Barack Obama, steht den USA erstmals ein Afroamerikaner vor.

 

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Von WOLFRAM SCHÜTTE