Das Ende der Riesenbuddhas
Ein anderthalb tausend Jahre altes Bauwerk, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, ohne triftigen Grund zu zerstören, ist an sich schon ein denkwürdiger Vorgang. Wenn es sich dabei um ein sakrales Monument einer Weltreligion handelt, bekommt es eine Huntington-Dimension. In der Tat: Die Sprengung der riesigen Buddha-Statuen von Bamian (Afghanistan), zu der die Taliban heute vor zehn Jahren den Befehl gaben, ist Teil des globalen islamistischen Kulturkampfs, ein Akt der symbolischen Gewalt gegen die andere Kultur, die andere Religion. Von JOSEF BORDAT




