Für Sänger/Gitarrist Greg Jamie, Banjo-Hero Gabe Darling, Bassist Jesse Newmann, Geiger Robert Pycior und vor allem für Schlagzeuger David Rogers-Berry war dieser Auftritt ein Neubeginn, ja quasi eine Art Wiedergeburt: 2009 mitten in einer Tour, wurde bei Schlagzeuger David Rogers-Berry ein bösartiger Knochentumor diagnostiziert. Woraufhin nicht nur die Tour abgebrochen wurde, sondern die ganze Band zum Stillstand kam. Tod spielte schon immer eine Rolle in der Band, die ihn gar im Namen trägt, aber nie so vehement wie in diesem Moment.
Nach einer zehn Monate langen, kräftezehrenden, unglaublich anstrengenden, für einen jungen Mann ohne ausreichende Health Insurance viel zu teuren Chemotherapie und einem prothetischen Schulter-Implantat konnte die Band dennoch Ende vergangenen Jahres wieder ins Studio gehen. Und dass O'Death am 3. Juni 2011 ihr drittes Album Outside auf City Slang veröffentlichen, grenzt somit fast an ein Wunder.
Mit Hilfe von Produzent Billy Pavone (The Fall, Asobi Seksu, White Rabbits) gelang es der Band, das mit Abstand feinsinnigste, zugleich aber auch gewaltigste Album ihrer bisherigen Band Karriere aufzunehmen. Outside ist ein Album, auf dem die Band trotz der düsteren Momente nichts von ihrem frei fließenden Charakter einbüßt. Es ist das erste O'Death-Album, in dem die Band einen Gang zurück schaltet, sich auch mal den besinnlicheren Tönen widmet und erstmals weitaus komplexeren Songstrukturen Platz macht.
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