Eigensinn und Perspektive
Beats and Pieces legten mit einem modernen, sehr rhythmusbetonten und mit klaren Bläsern ausgestatteten Sound ordentlich vor. Interfoam verstand es mit einem verspieltem, witzigen Mix aus Freejazz und Volksweisen zu kontern. Das Offshore Quintett überzeugte im klassischen Quintett-Sound mit durchdachten Arrangements, die auch langen musikalischen Atem bewiesen. Anarchistischen, verspielten, aber dennoch glasklar arrangierten und musikalisch durchdachten Jazz präsentierte David Helbrock’s Random/Control, ehe das Dirk Häfner Trio mit Jazz zwischen klassischem und rockigem Sound für einen fulminanten Abschluss sorgte.
Die Wahl fiel schließlich auf die Engländer, weil sie - so der Jury-Sprecher Joe Viera - alles haben: »Witz und Mut, Virtuosität und Frechheit, Eigensinn und Perspektive.« Neben den 15.000 Euro Preisgeld, wird die Beats and Pieces Big Band am Mittwoch Abend als Vorgruppe von Chick Chorea & Gary Burton das traditionelle Festival-Programm der 42. Internationalen Jazzwoche Burghausen eröffnen.
