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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 23:40

 

Jazzwoche Burghausen: Drums United und Trombone Shorty

27.03.2011

Einfach großartig!

 

Drums United ist eine reine Schlagzeug- und Percussion-Formation rund um den Holländer Lucas van Merwijk. Er führte das Publikum zusammen mit sieben Musikern aus sieben Nationen durch eine gelungene, vielfältige, unterhaltsame und bunte Reise rund um die Welt und durch die Welt des gekonnten »Schlagens«. Eine gelungene, explosive, mitreißende Show aus Rhythmus, Power, Tanz und Lebensfreude.

 

Wer gedacht hatte, das könnte man nicht mehr toppen, der wurde durch »Trombone Shorty & Orleans Avenue« eines Besseren belehrt. Man nehme die musikalische, anarchistische Urgewalt der Blues Brothers sowie solidestes, hochkarätiges Können, paare dies mit der Vitalität und Respektlosigkeit der Jugend, gebe dem noch einige Dosen Red Bull hinzu - das Ergebnis: »Trombone Shorty & Orleans Avenue«. Eine hemmungslose, repspektlose, kompromisslose Mischung aus New Oreleans Jazz, Rhythm’n’Blues, Soul, Funk, Rock’n’Roll und Hardrock.

 

Trombone Shorty überzeugte an Posaune, Trompete und auch als Sänger. Seine kongeniale Combo, bestehend aus Joey Peebles (Drums), Pete Murano (Gitarre), Tim McFatter (Saxophon) und Mike Ballard (Bass), war 2010 für den Grammy für »Best Contemporary Jazz Album« nominiert. Und in Burghausen haben sie sich den Grammy für die »Best Live Performance« verdient.

Selbst Puristen müssen die Klasse von Trombone Shorty & Orleans Avenue anerkennen. Die Interpretationen von »St. James Infirmary« und »Sunny Side of the Street« waren so frisch und frech und eigenständig, als wären die Klassiker eben erst geschrieben worden. Ein unwiderlegbarer Beweis - wenn der überhaupt noch zu erbringen gewesen wäre -, dass hier kein Blender, sondern ein Vollblutmusiker am Werk ist.

 

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Von WOLFRAM SCHÜTTE