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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 23:41

 

Jazzwoche Burghausen: Guitars und Levano

28.03.2011

Spannend und kontrastreich

Die 42. Internationale Jazzwoche Burghausen bleibt spannend. Am Donnerstag standen zwei absolut gegensätzliche Formationen auf dem Programm, die die Bandbreite des Jazz veranschaulichten und – außer der Liebe zur Musik – nur eines gemeinsam hatten: Klasse. Von JÖRG ESCHENFELDER

 

In der Night of Jazz Guitars trafen Larry Coryell und Philip Catherine auf Paulo Morello, Andreas Dombert und Helmut Kagerer. Alle auf der klassischen Jazz-Gitarre. Das Ergebnis war eine erfrischende Darbietung dessen, was Gitarren leisten können: ein nicht gänzlich unbekannter, weicher Jazz-Gitarren-Sound, in einer neuen, modernen Interpretation, die das melodische wie klangliche Spektrum der Jazz-Gitarre beeindruckend auslotete.

 

Danach ein kompletter Stilwechsel! Zuvor eher gediegen, europäisch, übernahm mit Joe Lovano und seinem Quintett »US Five« eine US-amerikanische Formation das Ruder, die den Bebop in die Moderne führt – unter anderem mit zwei Schlagzeug-Batterien auf der Bühne und einem vor Spielfreude sprühenden Joe Levano. In Burghausen wurde dieser Künstler, der im vergangenen Jahr bei den Awards des Downbeat Magazines abgeräumt hatte (Bester Jazzkünstler, Bester Tenorsaxophonist, Beste Band), seinen Vorschusslorbeeren mehr als gerecht: intensiver Bebop, in dem sich Tradition und Moderne gelungen amalgamieren.

 

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Von WOLFRAM SCHÜTTE