Der Preis wurde bereits 1981 ins Leben gerufen. 1992 kam ein Förderpreis für polnische Übersetzer hinzu, seit 2003 wird er als Doppelpreis für polnische und deutsche Übersetzer verliehen.
Esther Kinsky, geb. 1956, studierte Slawistik und Anglistik in Bonn und Toronto. Sie arbeitet seit 1985 als freie Übersetzerin aus dem Polnischen, Englischen und Russischen. Seit 25 Jahren hat sich Esther Kinsky kontinuierlich der Vermittlung polnischer Literatur im deutschsprachigen Raum gewidmet und bereits Werke von über 25 Schriftstellern ins Deutsche übersetzt.
Die Jury war besonders davon beeindruckt, wie Esther Kinsky es in ihren Übersetzungen gelang, der stilistischen Individualität sehr unterschiedlicher Autoren Ausdruck zu verleihen.
Ryszard Turczyn, geb. 1953, studierte Germanistik in Warschau und übersetzt seit mehr als 30 Jahren aus dem Deutschen und dem Niederländischen ins Polnische. Turczyn übersetzte unter anderem Die Klavierspielerin als erstes Prosawerk von Elfriede Jelinek in Polen und insgesamt über 30 belletristische Titel, populäre Sachbücher, etwa historische Werke von Guido Knopp, Reportagen von Günter Wallraf sowie Prosa von Wladimir Kaminer. Dazu kommen zahlreiche philosophische Texte in Anthologien sowie Theaterstücke und Hörspiele, u.a. von Ulrich Plenzdorf und Pavel Kohout.
Die Jury würdigt ihn für sein ausgeprägtes Sprachgefühl, seine beachtenswerte Sorgfalt im Umgang mit Texten, die Vielfalt der übersetzten Texte und seinen Beitrag zu den deutsch-polnischen Kulturbeziehungen.