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Freitag, 25. Mai 2012 | 00:06

 

Zum Tod von Peter Falk

26.06.2011

»Just one more thing ... «

Als er nach Hollywood kam, kannte ihn niemand, sagte er einmal. Als er Hollywood verließ, kannten ihn alle. Am Donnerstag verstarb der Schauspieler Peter Falk nach langjähriger Alzheimerkrankheit in seinem Haus in Beverly Hills.

 

In »ein paar TV-Shows« war er nach eigener Aussage zu Beginn seiner Filmkarriere. Eine solche TV-Show sollte ihn weltbekannt machen. Seine größten kritischen Erfolge feierte der am 16. September 1927 in New York geborene Falk in den Filmen John Cassavetes. Einem großen Publikum bekannt wurde er in der Rolle des Inspektor Columbo, den er von 1968 bis 2003 verkörperte.

 

Den pragmatischen Ermittler, dessen Markenzeichen der zerknitterte Trenchcoat und eine Vorliebe für Zigarren waren, macht Peter Falks kongeniale Verkörperung zur Kultfigur. »Eine Frage hätte ich noch ...« – das scheinbar beiläufige Nachhaken Columbos, das die Täter verleitete sich selbst zu überführen, sicherte dem Inspektor und indirekt Falk einen eigenen Eintrag im Lexikon der Kriminalistik: der »Columbo-Effekt« bezeichnet eine Verhörmethode, für die es »einer gewissen schauspielerischen Finesse bedarf«.

 

Davon besaß Falk bedeutend mehr als ein bisschen. Dass sein künstlerisches Repertoire weit über die Rolle des Columbo, mit der er unwillkürlich assoziiert wurde, hinausreichte, bewies er in seinen zahlreichen Kinoauftritten, unter anderem in Eine total, total verrückte Welt und Husbands. Gleich für seinen zweiten Film, Murder, Inc., wurde er für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. Die Auszeichnung erhielt letztendlich ein anderer Peter – nämlich Sir Peter Ustinov. Falk konnte dafür einen Golden Globe und fünf Emmies einheimsen, vier davon für Columbo. Der einzige Berg, den er noch erklimmen wollte, sagte er später, seien die 85. Leider hat er dieses Ziel nicht erreicht.

 

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