Thomas Kistner: Fifa-Mafia Frankie Chavez: Family Tree David Small: Stiche. Erinnerungen "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert Eli Pariser: Filter Bubble Der FUTTERblog - streng verdaulich!
Freitag, 25. Mai 2012 | 00:20

Gangster Of Love - ein Spendenaufruf!

20.09.2011

Jetzt mal richtig

Studenten der Universität Hildesheim arbeiten momentan an einer unabhängigen Webserie namens Gangster of Love, die versucht, das Format ernst zu nehmen. Die Webserie ist ein, zumindest in Deutschland, noch eher unterentwickeltes Format. Trotz einiger Beachtung kamen Serien wie die Bild-Produktion Deer Lucy oder das StudiVZ-Format Pietshow nie wirklich in den Fokus des Mainstreams. Wie bei allen Trends, die es möglicherweise einmal geben könnte, sollte man in die USA schauen: Dort ist das neue Format schon so sehr angekommen, dass große Produktionen wie Battlestar Galactica den Zeitraum zwischen den einzelnen Staffeln mit eigenen, aufwändig produzierten, internetexklusiven Episoden überbrücken; ganz zu schweigen von einer Masse an unabhängigen Produktionen.

 

Auf dem deutschen Markt teilen sich die Versuche bis jetzt in Webserien, die versuchen, kommerziell erfolgreiche Formate und Ideen nachzuahmen, und solche, die in schlichtweg grottig produzierte Comedy abdriften – und beide Sorten spielen immer in Berlin.

 

Die momentan entstehende Webserie Gangster of Love ist wahrscheinlich nicht diejenige, die das Format aus der Nische holt, in der es momentan vor sich hin dümpelt. Aber sie lohnt zumindest einen Blick, weil sie nicht nur aufwändig produziert ist, sondern auch das Format ernst nimmt: Der Hildesheimer Student Thomas Mielmann arbeitet als Regisseur momentan zusammen mit seiner Crew an Gangster of Love: Die Serie wurde sehr viel größer als ursprünglich geplant: Was zunächst nur ein kleines studentisches Projekt werden sollte, das in Medienseminaren gerlernte Theorien zu Übungszwecken praktisch umsetzten sollte, entwickelte sich schnell zu einer Großveranstaltung mit einem umfangreichen Skript und einer Crew von mehr als hundert Menschen. Im Kern der Handlung steht der Student Max, der sich mit Promotionjobs über Wasser hält, eher schlecht als recht studiert, Gefühlsangelegenheiten blauäugig angeht und ansonsten auf der Suche nach seiner Herzensdame ist. Und dabei natürlich in allerlei Verwicklungen zwischen Einsamkeit und Skurrilität gerät.

 

Die Macher der Serie sind keine Anfänger: Nicht nur die Schauspieler, auch alle, die hinter der Kamera stehen, haben schon Erfahrungen in ihrem Bereich gesammelt. Das Material ist im Kasten, die Premiere von Gangster of Love soll im November stattfinden. Momentan sammelt das Team auf der ›Crowdfunding‹-Webseite Startnext Geld für die Post-Produktion.

 

 

Foto: Nicolas Rösener

 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Elektronische Findlinge

Aus dem Harz oder vom Bosporus – viele Wege führen in eine der zeitgenössischen Kreativ-Metropolen für Top-Produzenten elektronischer Musik ...

Feier der Tonalität

Bei den großen Musikfestivals, in Salzburg, Luzern oder Verbier, kommt Jazz, wenn überhaupt, allenfalls als Kuriosität am Rande vor, am ehesten noch in der Gestalt des »Third ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Das Leben ist nicht Wünschdirwas

Eine dieser Autorinnen mit den Doppelnamen: Katrin Marie Merten hat nach Gedichten jetzt auch Prosa veröffentlicht: Rückwärtslaufen. Von PEGGY NEIDEL

Qualtinger als Thoreau

Die Indizien weisen zunehmend darauf hin, dass der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Mappus, in seiner Amtszeit gegen die Verfassung verstoßen hat, als er bei ...

Licht wo zu viel Schatten lag

Jetzt mal ehrlich, das Buch Fifa-Mafia von Thomas Kistner ist keine einfache Kost. Zu ungebremst und schnörkellos werden einem hier schallernde Fakten um die Ohren gehauen. ...

Schweizer Käse!

Fromage suisse!

Swiss Cheese!

Andreas C. Studer wollte mit Meine Schweizer Kühe seiner Heimat, Herkunft und den Lieferanten seiner Kochzutaten ein Denkmal setzen. Ein Anhang mit Rezepten aus Milchprodukten soll ...

Lämmer in der Obhut von Wölfen

Das europäische Mittelalter war nicht gut zu Frauen – zumindest wenn wir heutige Kriterien anlegen. In jedem Fall aber war es eine schlechte Zeit für die wenigen Frauen in ...