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Freitag, 25. Mai 2012 | 02:54

Luck / Transporter: The Series / Ripper Street

08.12.2011

Attraktive Serienstarts - Teil 1

ALPER TURFAN sinniert, ob Dustin Hoffman aufs richtige Pferd setzt, Martin Scorsese mit Daniel Küblböck zusammenarbeitet und ob Jack the Ripper immer noch Angst und Schrecken verbreiten kann. Das ist der erste Teil der Serienstarts-Reihe.

 

Luck

Mein voller Vorfreude erwarteter Favorit!

 

Der (zu Recht) erfolgsverwöhnte Sender HBO startet am 29. Januar 2012 eine neue Dramaserie, deren erste Staffel neun Episoden beinhalten wird. Sie erzählt die Geschichte von verschiedenen Figuren, die regelmäßig dieselbe Pferderennbahn aufsuchen. Dustin Hoffman spielt Chester ›Ace‹ Bernstein, einen einflussreichen, disziplinierten und intelligenten Haftentlassenen. Ace denkt nicht daran, seine kriminellen Neigungen abzuschütteln und plant mit seinem alten Chauffeur und Auftragsschläger (›enforcer‹) Gus Economou (Dennis Farina) einen Coup auf der Rennbahn, um an das große Geld zu kommen.

 

Weitere Rollen werden besetzt von Nick Nolte, Richard Kind und Kevin Dunn und werfen ein Licht darauf, dass Luck von rauen, bukowski-esquen Männern und gewitzten Kriminellen getragen wird. David Milch, zweifacher Emmy-Gewinner, Schöpfer der großartigen, viel zu früh abgesetzten Westernserie Deadwood, ist der kreative Kopf hinter Luck und lässt auf anspruchsvolle Serienunterhaltung hoffen.

 

Der Pilot wird bereits am 11. Dezember zur besten Sendezeit ausgestrahlt, gleich nach dem Staffelfinale von Boardwalk Empire. In Deutschland wird Luck im Frühjahr auf dem Bezahlsender TNT-Serie gezeigt.

 

Transporter: The Series

Frisch aus dem Kuriositätenkabinett.

 

Action-Darsteller Jason Statham spielte 2002 den für kriminelle Tätigkeiten verfügbaren Auftragsfahrer Frank Martin im No-Brainer Transporter. Über den Film scheiden sich die Geister. Die einen loben das sehenswerte Action-Feuerwerk und Stathams Charme, andere belächeln die Dialoge und die Handlung des Films.

 

Seit Mai ist bekannt, dass RTL den Film ins Serienformat adaptiert.

 

Was wird das? Alarm für Transporter 11? Nein. Die Serie ist eine internationale Koproduktion, unter anderem mit HBO. Die erste Staffel verschlingt Ehrfurcht einflößende 43 Millionen Dollar und Luc Besson selbst fungiert als Executive Producer. Der deutsche Trashsender, der Serien wie Der Lehrer, Countdown – Die Jagd beginnt und Lasko – Die Faust Gottes produziert, arbeitet nun mit den Seriengöttern von HBO zusammen? Wer hat sich das ausgedacht? Salvador Dalí?

 

Chris Vance, bekannt aus All Saints und Prison Break, wird Jason Statham ersetzen. Die ungarische Schönheit Andrea Osvárt wird die weibliche Hauptrolle spielen, eine ehemalige CIA-Agentin, die nicht nur Franks Freundin ist, sondern auch seine Missionen organisiert. Ernsthaft? Eeeernsthaft? Es wird noch kurioser. Der Mann, der sich das ausgedacht hat, der bisher einzige bestätigte Autor, ist Carl Binder. Das ist derselbe Binder, der viele Episoden für die von mir hochgeschätzte Sci-Fi-Serie Stargate geschrieben hat. Es kommt noch dicker. Steve Shill, Regisseur von acht Dexter-Folgen, agiert neben Karen Wookey als Show Runner. Steven Williams, Regisseur von 26 Lost-Folgen, hat im Piloten Regie geführt. Doch auch Uwe Ochsenknecht, Hannes Jaenicke und Charly Hübner sind mit von der Partie. Ich glaube, wir befinden uns nun in einer Parallelwelt, in der Martin Scorsese mit Daniel Küblböck zusammenarbeitet und Pixar einen Stephen King-Roman verfilmt.

 

Die Serie wird im Frühjahr auf RTL ausgestrahlt, der genaue Termin ist unbekannt. In Frankreich zeigt M6 die Actionserie, in Kanada HBO Canada und in den USA Cinemax, HBOs Schwesterkanal. Könnte es tatsächlich sein, dass ausgerechnet RTL dem deutschen Fernsehen wieder auf die Beine hilft? Funktioniert The Transporter überhaupt ohne Jason Statham? Meine Güte, was erwartet uns da? Abwarten. Tee trinken.

 

Ripper Street

Hoffnung auf düstere und packende Serienunterhaltung.

 

London 1889: Jack The Ripper ist seit sechs Monaten verschwunden. Doch eine Reihe von neuen Morden trägt seine Handschrift. Ist der sagenumwobene Serienmörder zurückgekehrt oder treibt ein Trittbrettfahrer sein Unwesen? Ripper Street verfolgt das Leben einzelner Figuren, die mit dem Nachbeben der Ripper-Morde zurechtkommen müssen. Das diabolische Polizeiteam »H Division«, das für Recht und Ordnung in den erschütterten Straßen von Whitechapel sorgen soll, ermittelt.

 

Produziert wird die acht Episoden lange Miniserie von den Firmen Tiger Aspect Productions (Mr. Bean, The Vicar of Dibley, Robin Hood) und Lookout Point. Glaubt man den optimistischen Produzenten, wird Ripper Street »a period show that respects its moment in history whilst also achieving a througly modern, entertaining and visceral piece of entertainment.«

 

Ich bin geneigt, den Worten zu glauben, denn das Grundkonzept klingt verheißungsvoll. Ausgestrahlt wird Ripper Street im Herbst 2012 auf dem britischen Fernsehsender BBC One.

 

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Nach Erscheinen des Pilots von "Luck" möchte ich anmerken, dass in dem Artikel einige Ungenauigkeiten enthalten sind, die zu dem Zeitpunkt, an dem ich ihn verfasst habe, nämlich vor dem Piloten, nicht bekannt waren.
| von Alper Turfan, 13.12.2011

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