Fast zehn Jahre hat der heute 72jährige Edgar Reitz an seiner „Heimat 3“ gearbeitet, davon allein 7 Jahre gekämpft, gestritten und antichambriert, um sie überhaupt machen zu können – und wenn nun die widerstrebende ARD die sechsteilige Serie am 15. Dezember zur „Primetime“, nämlich um 20.15 Uhr, startet, wird doch nur eine um insgesamt mehr als 2 Stunden reduzierte Serie im öffentlich-rechtlichen Fernsehen laufen. Wenn mich nicht alles täuscht, so werden die Oligarchen der Fernsehanstalten sich die Haare raufen wegen der „niedrigen Quoten“, die sie jedoch eher erwünschen als bloß befürchten, wie ich vermute – nämlich um mit ihrem Widerstand gegen Reitz´ Filmvorhaben noch nachträglich recht zu behalten. Denn sie wollten ja gar nicht, daß Reitz sein Jahrhundert-Epos, das er mit den 11 Teilen seiner „deutschen Chronik“ 1984 begonnen, mit den 13 Filmen, als „Chronik der Jugend“ 1992 fortgesetzt hatte, nun auch noch als „Chronik einer Zeitenwende“ bis an die Gegenwart heranzuführen wünschte.
Denn nach dem zuerst überwältigenden Erfolg der „Heimat“ in den Achtziger Jahren (in denen es nur drei TV-Programme gab) war die „Zweite Heimat“ in den Neunzigern – als Nahaufnahme einer westdeutschen Künstler-Bohème zwischen den Sechziger & Achtziger Jahren – nicht mehr zum „Quotenhit“ bei deutschen TV-Zuschauern geworden. Die „Quote“ als Messlatte für Send- und „Zumutbares“ hatte da bereits die Programm-Souveränität des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ersetzt, als bestünde
auch dessen einzige Existenzbedingung, wie bei den Kommerzfernsehsendern, in der jederzeitigen Massenattraktivität. Denn nach ihr richtet sich ja die Höhe der Werbeeinnahmen.
Menükarte für ein Gedächtnismahl
Es ist also für jeden, der die Chance hatte, „Heimat 3“ im Kino in der integralen Fassung zu sehen, schwer vorstellbar, daß das aus sechs unterschiedlich langen Teilen bestehende Erzähl-Epos, das in Deutschland zwischen dem Mauerfall 1989 und der Zeitenwende 2000 spielt, in der von der ARD verkürzten Fassung hinreichend Verständniswärme entfalten kann, um sich in dem erzählerischen Geflecht mit 93 (!) Sprechrollen, das Reitz und sein Drehbuch-Co-Autor, der Schriftsteller Thomas Brussig, geknüpft haben, so recht heimisch zu fühlen und der Vielzahl der Parallelgeschichten folgen zu können.
Wahrscheinlich eher aufgrund des Zwangs, die ursprünglich episch breit & mehr als bloß sechsteilig angelegte Geschichte immer mehr eindampfen zu müssen, als aus der elliptischen Lakonik, die oft Alterswerken in der Kunst eigen ist, hat Edgar Reitz viele Themen und Fakten eng gedrängt versammelt, so daß diese dritte Lieferung seines großen Projektes einer Deutschlandchronik wie ein Hochkonzentrat manchmal nur angedeuteter oder momentan aufleuchtender kollektiver Erfahrungen wirkt. Aus dieser Sammlung von zeithistorischen Essenzen müßten die Zuschauer, die ja die 11 Jahre der „Heimat 3“ auf ihre Art miterlebt haben, ihre eigenen, davon an- & aufgerührten & angesprochenen Erinnerungen auflösen, um sich anhand von „Heimat 3“ auf die Suche nach der vergangenen Zeit zu begeben. Den Zuschauern wird also – so viele Lebens-, Liebes-, Verfalls - & Todesgeschichten ihnen hier auch „aufgetischt“ werden – in „Heimat 3“ manchmal nur die „Menükarte“ gereicht, damit man sich selbst in der Phantasie an- und zurichte, was Reitz´ fiktive Chronik als das „kostbarste Gut“ bezeichnet: die nachschmeckende und sich selbst erfüllende Erinnerung an die „unwiederbringliche Zeit“ der deutschen Wieder-Vereinigung und was ihr dann folgte: Aufbruch, Börsenspekulation, Depression & Stagnation.
Wieder vereint werden in Berlin ´89 die zwei musikalischen „Königskinder“ Hermann Simon (Henry Arnold), mittlerweile Dirigent und Komponist, und Clarissa Lichtblau (Salome Kammer), klassische Sängerin und experimentelle Vokalistin. Wiewohl wie für einander bestimmt, hatten sie sich während ihrer Münchner Studien- & Bohème-Zeiten kennen, lieben und trennen gelernt und nach ihren jeweils gescheiterten Ehen ein umtriebiges, solitäres Künstler-Leben geführt. Jetzt aber, wo sie sich wiedergetroffen haben und lieben, wollen sie – wie viele – ein neues Leben gemeinsam anfangen, sich ein „Liebesnest“ bauen; und ihr Lebenszentrum soll ein von Clarissa schon einmal ausgegucktes Hunsrückhaus am Rhein sein, mit Blick über das Tal, im Angesicht des gegenüber aufragenden Loreley-Felsens. Der verfallene Fachwerkbau wird das „Günderode“-Haus genannt, nach der unglücklich Liebenden romantischen Dichterin, die Selbstmord am Rhein beging, aber gewiß nie in diesem Haus gewesen war.
Romantischer Grundstrom am „deutschen“ Rhein
Dieser Anfang ist natürlich hochromantisch, allegorisch und symbolisch besetzt; zugleich auch ein sowohl verhängnisvolles Omen und eine prekäre Utopie des Hohen Glücks, die auf einem falschen mythologischen Fundament ruht. Das Haus über dem Rhein, seinen Erbauer, Besitzer, Nutznießer, wechselnden Einwohner ist denn auch die zentrale Metapher für den Versuch einer Rück-, Ein- & Heimkehr im Deutschland 2000; zugleich aber weitgehend Dreh-, Angel- und Ausgangspunkt für das Realgeschehen, von dem Reitz, weit über den Hunsrück und das Rheintal hinaus in der „Heimat 3“ erzählt.
Man kann es Reitz nicht hoch genug anrechnen, daß er zwar hier (und andernorts viele) romantische Motive und Verweise andeutet, aber „Heimat 3“ nicht als ein allegorisches Mysterienspiel inszeniert hat, das z. B. zwischen Nibelungen-Tetralogie und Loreley-Mythos romantische Kulturbestände reaktiviert und sich von einer allegorischen Station zur andern bewegt. Die romantische Grundströmung mag da sein, darüber aber: das sinnliche Wellenspiel und Hin-& Her des verfallenden Simon-Clans und aller, die er in seine Kreise zieht. Bewundernswert ist vor allem die epische Gelassenheit und Souveränität von Edgar Reitz, mit der er die vielschichtige Fülle seiner Stoffe, Motive, Situationen und Geschehensmomente mehr- & vieldeutig hält – und auch Zuschauern, die von den persönlichen Mythologien des Filmautors keine Ahnung haben, ohne Verstehensverluste durch die Höhen und Tiefen seiner ebenso individuellen wie kollektiven Geschichten führt und dabei wie ein Weberschiffchen die Erzählfäden in den Teppich des Bild- & Ton-Epos einwebt.
Statt Soap-Opera eine epische Großraumwelt
Dabei gleitet Reitz´ Erzählen durch die filmischen Genres des Familienfilms, des Suspense-Thrillers, des Horrors, der Komödie und des Melodramas und seine „Heimat 3“ wechselt dadurch die Stimmungen und Atmosphären in den Jahres- & Lebenszeiten seiner Charaktere & Figuren wie ein Chamäleon seine Farben.
Zu Unrecht haben Voreilig-Kurzsichtige in der dritten Fortsetzung der ursprünglichen „Heimat“- Serie, die nach dem Münchner „Ausflug“ der „Zweiten Heimat“ (nämlich in der Kunst), nun im Alter von Helden & Autor wieder sich dem Hunsrücker Ambiente nähert und „häuslich“ wird, nur eine deutsche „Soap-Opera“ gesehen und deshalb vollkommen übersehen, daß Dramaturgie & Montage der „Heimat 3“ – in der Land- und Ortschaft, Musik & Performance prägende Rollen spielen, in welche die Charaktere tief eingelassen sind – eben dadurch ein erzählepisches Kontinuum entstehen lassen, das mit den „Talkies“ der Soap-Operas nichts zu schaffen hat, jedoch mit dem ruhigen Atem der großen Romane des 19.Jahrhunderts – mit Sue, Dickens, Gutzkow – und deren erzählerischen Großraumwelten umso mehr.
Wenngleich in diesem dritten Heimatteil der Atem des Erzählers gelegentlich gepresster, stockender ist (wegen der erwähnten Einschränkungen durch die TV-Produzenten), gelangt „Heimat 3“ aber doch immer wieder zu großen, bewegenden Ensemble-Tableaux – wie z.B. der grotesk-peinlichen Beerdigung des Familienoberhaupts Anton, der Jahrtausendfeier am Rhein oder jenem bedrohlich-melancholischen Traum-im-Traum Hermanns auf dem sommerlichen Weg nach Schabbach zum endgültigen Abschied von der versunkenen Vergangenheit. Manche der kammerspielhaften Sequenzen sind darstellerisch und kompositorisch nicht auf gleicher künstlerischer Höhe.
Wie in den viktorianischen Romanen oft deren Helden & Zentralpersonen während der Entwicklung der Handlung aus ihrer dominanten Rolle durch Neben- und Hintergrundfiguren verdrängt werden – meist sind es dort die Bösewichte (bei Wilkie Collins oder Dickens) – , so scheint mir auch in der „Heimat 3“ eine Nebenfigur zu einem Charakter geworden sein, dessen Lebensschicksal in den Verwerfungen des wiedervereinten, aufbrechenden, erotisierten und vom Spekulationsfieber ergriffenen Deutschland der Neunziger Jahre sich gegen die Haupt- & Staatsaktionen um Glück, Leid & Hoffnung Hermann & Clarissas und dem Zerfall & Niedergang des Hunsrücker Simon-Clans durchsetzt.
Der traurige Narr Gunnar
Es ist Gunnar Brehme (Uwe Steimle), der pfiffige & gewitzte Leipziger Handwerker, den Clarissa zum Hausbau anheuert und dem seine Frau Petra samt ihren zwei Kindern beim Richtfest zum „Nasenbluter“ Reinhold Loewe, Hermanns sensiblem Assistenten, weg- & „überläuft“. Es ist der von allen belächelte, verachtete, peinliche Prolet & Kleinbürger Gunnar, der in alle Fettnäpfchen als ewiges Stehaufmännchen tritt, aber „wie ein Hund“ leidet an der Frau, die er immer noch liebt. Einsam und verlassen wie kein zweiter sucht Gunnar nach dem Ende der rheinischen Bauarbeiten in Berlin eine Bleibe und ergreift seine Chance als „Mauerspecht“, um zu Vermögen zu kommen und spekuliert sich sogar als Selfmade-Börsianer zum Millionär. Mehr und mehr zieht dieser kontroverse Charakter unser Interesse und unsere Anteilnahme auf sich.
Durch den Freiheits-Gewinn der politischen Wende zur geschäftlichen Agilität erwacht und doch zugleich dabei um seine Liebe gebracht, wird der geschwätzige Gunnar aus der Lebensbahn geworfen und zum glücklosesten materiellen Gewinner und traurigsten emotionalen Verlierer des Films. Ebenso penetrant und ignorant wie großspurig und großzügig, sucht er die verlorene Familie durch eine von ihm finanzierte Millenniumsfeier mit Chinesischem Feuerwerk rund um das Günderodehaus zu restituieren. „Alles Getrennte findet sich wieder“ (Hölderlin): die Freunde und Kollegen von einst, die Kinder von Hermann und Clarissa, die zerstrittenen Erben des Simon-Clans, unter denen einer sein schwules Coming-out inzeniert. Alle kommen sie zu Hermann und Clarissa ins Günderode-Haus zum großen Wiedersehen & Kehraus des widersprüchlichen deutschen Jahrzehnts – nur einer fehlt dabei, dem sie die „Pomp & Circumstances“ des rauschhaften Festes verdanken und den sie beim Feiern langsam vergessen: der spendable Großkotz Gunnar. Er sitzt, was er verschwiegen hatte, wegen eines Alkoholdelikts in München im Gefängnis und kein Gnadengesuch hat ihm die Haft verkürzt. Nur seine Tochter Nadja hat dem „lieben Papa“ ins Gefängnis eine Glückwunschkarte mit Musikchip gebracht, von dem das einzige Klavierstück erklingt, das Gunnar, das komische Großmaul, spielen konnte: den Ragtime „Entertainer“. Während all die anderen „draußen“ in München und am Rhein den Anbruch des Neuen Jahrtausends feiern, hält Gunnar weinend die Karte seiner Tochter in der Hand.
Erinnerung an Faßbinder
Der Faßbinder von „Ich will ja nur, daß ihr mich liebt“ wäre über diesen närrischen Gunnar und wie ihn Reitz als tragikomischen Kontrast zum Hohen Ton, der Hermann & Clarissa und zum erotischen Glück, der Reinhold und Petra vorbehalten ist, hier erzählerisch parallelisiert und akzentuiert: – der gewiefte Melodramatiker Fassbinder wäre darüber gewiß in Tränen ausgebrochen! Denn Edgar Reitz´ dritte Heimat hat in der erst burlesken, dann sentimentalen und schließlich traurigen Münchner Gunnar-Episode ihren womöglich bewegensten Moment.
Aber die große Erzählung von der Zeitenwende, in der alle Fäden zuende geknüpft werden müssen, hat noch ein Nachspiel. Nachdem alle Feiernden im Sternenregen des Chinesischen Feuerwerks das Jahr 2000 erreicht haben und die lebensgefährlich erkrankte Clarissa, nach dem erfolgreich durchstandenen chemotherapeutische Purgatorium ihrem Hermann in der Neujahrsnacht „versprochen“ hat, „gesund zu bleiben“, kehrt Hermanns Tochter Lulu, alleinerziehende Mutter, nach einem tristen Morgengrauen am Frankfurter Mainufer, wo sie die Nacht mit einem aidskranken Studienkollegen und dessen Freund verbracht hatte, „ohne Arbeit, ohne Pläne, ohne Geld und ohne Schutz“ zurück ins schlafstille Haus hoch überm Rhein. Ihr Sohn, der des Großvaters musikalische Begabung besitzt, spielt ihr ein kleines Mozartstück vor, das er in der Jahrtausendnacht gelernt hat. „Gerührt“, beschreibt Reitz in seiner Nacherzählung des Epos dessen allerletzten Augenblick, „tritt sie ans Fenster. Ihr Blick ist nach innen und auf eine Zukunft gerichtet, die keinerlei Bild entstehen lässt. Sie weint“.
Kein Ort. NirgendsHeimat? Angekommen in der „Heimat Deutschland“? Wo ist sie? Keiner, keine hat sie gefunden, allenfalls im Abseits des „kleinen Glücks, das großartig sein kann“, wie der Elektiker Tillman aus Ostdeutschland seine Ehe mit der Rheinländerin Moni beschwört – gegenüber seinen ehemaligen Arbeitskollegen Udo, der ihm gesteht, daß er im Neuen Jahrtausend seine langjährige Ehe auflösen wird zugunsten einer jungen Geliebten..
Der Begriff, das schöne unübersetzbare deutsche Wort „Heimat“, das Reitz der faschistisch-fixierten Umklammerung entwunden hat, ist in dieser insgesamt 52stündigen Jahrhundertbeschwörung zuletzt doch nur geblieben, was „Heimat“ Romantikern wie Eichendorff, Heine oder Schumann war: eine unerfüllte Sehnsucht „hinter den Blitzen rot“, in der keiner je zuhause sein wird, so sehr er auch davon träumen mag. Kein Ort mehr, nirgends.
Daß Edgar Reitz nach 25jähriger Erzählbeschäftigung mit der „Heimat“ ihr zuletzt weder den fatalen „Segen der Erde“ (Hamsun) gegeben, noch sentimental den harmonisierenden Ausklang einer endlichen Ankunft in ihr gesucht oder gar gefunden hätte, zeigt den Filmepiker auf der Höhe der gegenwärtigen Zeit, die keine falschen Erfüllungen des noch so sehnlich künstlerisch Erwünschten erlaubt – um der brutalen Wahrheit unserer ambivalenten Tage willen.
Wenn man die Geschichte unseres öffentlich-rechtlichen Fernsehens und seiner Versuche überblickt, in epischer Breite und Tiefe deutsche Geschichte mit den Mitteln der Phantasie und der Fiktion zu erkunden und zur Anschauung zu bringen, dann wird man als deren herausragende zeitsymptomatische künstlerische Ereignisse nennen: Rainer Werner Fassbinders Döblin-Adaption „Berlin Alexanderplatz“ – als seismographisches Zeitporträt Deutschlands zwischen den Weltkriegen – und Edgar Reitz´ Rund- & Zeitpanorama des 20. Jahrhunderts mit seinen drei „Heimat“-Chroniken. Und wir Zeitgenossen können sagen, wir waren dabei gewesen.
P.S. Es wäre nach der TV-Ausstrahlung der „Heimat 3“ sehr verständlich, diesem komplexen & leider reduzierten Konzentrat in seiner integralen Nacherzählung erst recht begegnen zu wollen. Edgar Reitz hat liebevoll, eindringlich und ohne die epische, gewissermaßen „unparteiische“ Souveränität seinem Stoff gegenüber preiszugeben, die mehr als elf Stunden seiner „Heimat 3“ in einem Buch festgehalten: sowohl sprachlich eingefroren wie erzählerisch aufgetaut. Man liest mit nachempfindendem Gewinn, reflektierendem Vergnügen und selbstproduktiver Anschaulichkeit, was den Geschichten-Reichtum von „Heimat 3“ ausmacht. Nicht unwahrscheinlich scheint mir, daß manchem
Leser während der Lektüre hin- und wieder ein Licht darüber aufgeht, was dem TV-
Seher im Dunkel oder unbeleuchtet geblieben war.
Wolfram Schütte
Edgar Reitz: Heimat 3. Chronik einer Zeitenwende.
Erzählung. Nach dem gleichnamigen sechsteiligen Film und dem Drehbuch von Edgar Reitz und Thomas Brussig.
Albrecht Knaus-Verlag, München, 2004.
Gebunden. 640 Seiten. 40 Abbildungen. 22.40 ¤
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