Frankie Chavez: Family Tree von Michael Ebmeyer Andrea Maria Schenkel: Finsterau "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert Eli Pariser: Filter Bubble Der FUTTERblog - streng verdaulich!
Freitag, 25. Mai 2012 | 03:06

 

Filme sehen lernen. Grundlagen der Filmästhetik

21.07.2005

Rothschild's DVD-Tipp:

Sehhilfe


Oft genug werden Gimmicks nur produziert, weil die technischen Voraussetzungen dafür existieren. Hier ist es umgekehrt. Hier hat eine Aufgabe ihre technische Realisierungsmöglichkeit gefunden.

 

Über die Bedeutung des Films für die Kultur des 20. Jahrhunderts besteht Einigkeit der Meinungen. Dass er im Schulunterricht - nicht lediglich als didaktisches Hilfsmittel - einen zentralen Stellenwert einnehmen müsste, wird seit Jahrzehnten gefordert, aber nicht oder nur zögerlich eingelöst. Es gibt eine Reihe von Einführungen in die Film- und Fernsehanalyse für Seminare oder für die individuelle Beschäftigung, aber wirklich befriedigend ist keine.

Nun hat Zweitausendeins eine DVD mit einem schön gestalteten Begleitbuch auf den Markt gebracht, deren Titel an eine der passabelsten Einführungen erinnert, an jene von James Monaco. "Filme sehen lernen" - das ist ebenso karg wie exakt. Genau das soll der Benützer mit Hilfe dieser DVD tun: Filme sehen lernen.

Die DVD ist dafür ein optimales Medium. Man kann zugleich Erklärungen lesen, hören und an filmischen Beispielen überprüfen. Schluss mit der leidlichen Annäherung an Film über das Standfoto. Schluss mit dem Verzicht auf akustische Beispiele. Oft genug werden Gimmicks nur produziert, weil die technischen Voraussetzungen dafür existieren. Hier ist es umgekehrt. Hier hat eine Aufgabe ihre technische Realisierungsmöglichkeit gefunden.

Der Gegenstand der Einführung ist unterteilt in Kameraeinstellungen, "Kamera als Erzähler" und Schnitt. Filmgeschichte kommt nur am Rande vor. Überhaupt wären Ergänzungen des Projekts wünschenswert, etwa zu Aspekten der Schauspielkunst im Film oder zur Genreproblematik, auch zu Dekor oder Licht im Film. Die Beispiele sind gut und oft aus deutschen Filmen gewählt. Man kann auch übers Archiv unter einem Regisseur "nachschlagen", zu welchen filmästhetischen Elementen er als Beispiel angeführt wurde. Über Details mag man sich streiten. Warum etwa wird die Halbnahe so definiert wie die Amerikanische Einstellung und entsprechend mit dem gleichen englischen Begriff übersetzt?

Thomas Rothschild


Filme sehen lernen. Grundlagen der Filmästhetik. Zweitausendeins, DVD 15018.

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

Öko oder Nazi - Hauptsache Pirat!

Die gute Nachricht zuerst: Die Polizei hat diese Woche bei einer Razzia in Nordrhein-Westfalen zwanzig Wohnungen durchsucht und drei Rechtsextreme im Alter zwischen 18 und  20 Jahren ...

Elektronische Findlinge

Aus dem Harz oder vom Bosporus – viele Wege führen in eine der zeitgenössischen Kreativ-Metropolen für Top-Produzenten elektronischer Musik ...

Mathias Tretter möchte nicht dein Freund sein - Tourplan 2012

»Kabarettisten sind von der schnellen Truppe, zumal solche wie Tretter, die nicht dem allfälligen Comedy-Genre anhängen, sondern richtiges, politisches Kabarett machen ...« ...

No sleep till Pixel

Auf einem gewissen Panel der diesjährigen re:publica lief RUDOLF INDERST dem Berliner Dennis Liebzeit ...