Die Tochter der Polizistin Jeanne spricht kein Wort, seit ihr Vater von einem Verbrecherkönig erschossen wurde. Jeanne will dem Schurken dafür das Fell über die Ohren ziehen, aber der krallt sich Zoe. Doch Dino ist nur einen Katzensprung entfernt. In solchen fliegen Kater, Kavalier-Einbrecher und eine Kriminalistin über die Dächer von Paris in Jean-Loup Feliciolis und Alain Gangnols schillerndem Katzenkrimi bei Berlinale Generations.
Ein verwinkeltes Labyrinth aus Fassaden und Mauervorsprüngen ist die Szenerie des animierten Meisterwerks. Kantig und haarscharf ragen die Silhouetten der Häuser in den blauschwarzen Himmel, wenn nicht Finsternis alle Farbe verschlingt, und die Protagonisten zu kreideweißen Kreidegespenstern werden. Selbst Notre Dame wird in den magischen Szenen-Gemälden, von denen jedes in eine surrealistische Galerie gehört, als kubistische Kathedrale wiedergeboren, über der zwei ovale Augen wie Sterne funkeln. Sieben Leben hat die Katze, und Dino setzt sie alle für Zoe und Nico aufs Spiel.
