Aufblitzen von Mitgefühl und Nähe
Ree, gespielt von Jennifer Lawrence, macht sich auf die Suche nach ihrem Vater, versichert sich und der Polizei, sie werde ihn finden. Bei ihrer Suche schlägt ihr die ganze Kälte ihrer Mitmenschen entgegen. Alle scheinen in den Fall verwickelt zu sein, keiner will reden. Ree wird immer wieder unmissverständlich gewarnt und brutal an ihrer Suche gehindert. Sie hat Angst, lässt aber trotzdem nicht locker. Sie hat die Verantwortung für die Familie und muss ihren Vater finden – tot oder lebendig.
Tränen der Verzweiflung und der Wut, Tränen des Schmerzes. Ree ist extremen Gefühlslagen ausgesetzt. Und Jennifer Lawrence gelingt es, das Spannungsfeld dieses Gefühlschaos aufrecht zu erhalten. Sie spielt einen aufgeweckten aber ungebildeten Teenager, der sich wehrt und für seine Familie aufopfert.
Es sind kleine Szenen, die immer wieder den Blick auf Situationen lenken, in denen die Menschen in dieser rauen Gegend Mitgefühl zeigen und Nähe zulassen. Häufig ist es die Musik, die den weichen Kern kurz aufblitzen lässt. Es sind Szenen der Hoffnung, in einer ansonsten trostlosen Geschichte.
