Schokoladenmilchspucke
The Binding of Isaac ist, grob betrachtet, vor allem ein Twin Stick Shooter. Isaac läuft rum, und macht mit seinen Tränen, in 4 Richtungen schießend, Feinde kaputt. Und dann ist es aber auch vor allem ein Roguelike: die Dungeons sind zufällig generiert, die Gegner treten in unterschiedlichen Variationen auf, Isaac kann das wunderlichste Zeug aus Schatzkisten aufsammeln und kriegt damit Vor- oder Nachteile, etwa aufladbare Schokoladenmilchspucke oder Dämonenflügel. Das Wichtigste dabei: Versagt der Spieler, fängt alles wieder von vorne an und alle bisher gesammelten Gegenstände sind weg.
Die einzelnen Elemente an sich sind nicht besonders interessant – eher altbekannt aus sowohl Roguelikes wie Stone Crawl Soup als auch von Twin Stick Shootern – die Weise, wie The Binding of Isaac die einzelnen Elemente einsetzt, macht es besonders. Ähnlich wie auch beim derzeit viel diskutierten Rollenspiel Dark Souls geht es gar nicht so sehr darum, dass The Binding of Isaac furchtbar schwer ist (auch wenn es gerade im Vergleich mit Dark Souls auch dazu unglaublich unfair, zufällig und zu sehr von Glück abhängt statt von erlerntem Können), viel mehr geht es hier um das Wiederherstellen des Geheimnisvollen im Spiel durch bewusste Unzugänglichkeit.
Die frustrierend zufällige und inkonsistente Art, wie The Binding of Isaac Herausforderung konzipiert, hat einen Sinn. Es hat unglaublich viele Gegenstände, die nur durch unglaublich viele Versuche alle gefunden werden können und die sich alle irgendwie bemerkbar machen, sei es durch neue Effekte oder verändertes Aussehen des Spielcharakters. Es hat alternative Levelbosse, Geheimräume und kleine Tricks, die erst zufällig rausgefunden werden können.