Das Märchen von der nervigen KI ...
Da das Spiel für den Multiplayer konzipiert ist, gibt es keine eigene Einzelspieler-Kampagne. Wer sich allein auf den Weg macht, bekommt eine KI an seine Seite gestellt. Die ist, gerade wenn es an die Coop-Parts geht, natürlich unentbehrlich, nervt aber die meiste Zeit über gewaltig. Sie rennt beispielsweise gerne mal so weit voraus, dass weiter zurückliegende Orte nicht mehr erreicht werden können und Goodies und Bolts (kleine Schrauben die es durch Zerstören und das Besiegen von Gegnern einzusammeln gilt) müssen zurückgelassen werden. Dazu kommt, dass der computergesteuerte Helfer gerne mal sämtliche Aufgaben alleine erledigt und der Spieler nicht selbst denken oder handeln muss. Aber Ratchet & Clank: All 4 One ist eben ein waschechtes Multiplayer-Game.
Neben dem Coop-Standardrepertoire (Schalter drücken, Hebel ziehen...) wird der Sammlertrieb geweckt, denn am Schluss kommt die Punkteabrechnung: Bolts, Kills und knuffige kleine Kreaturen müssen gesammelt werden. Das macht dann auch richtig Spaß und zu zweit kann man die Level problemlos bestreiten. Mit drei oder vier Kumpanen am Pad wird das schon unübersichtlicher und deutlich schwieriger, sorgt aber für gute Laune, auch wenn man sich gerne mal gegenseitig virtuelle Brüstungen herunterschubst oder in den Abgrund schießt. Natürlich nur ausversehen.