Batman to the Rescue!
Batman selbst, der glorreiche doch verletzliche Held verspricht höchsten Identifikationsgrad. Der Spieler muss denken wie Batman, handeln wie Batman – er ist Batman! So erledigt man auf dem Weg zur Weltrettung auch ein paar unliebsame Rabauken (die mit ihren Diskussionen, welcher Bösewicht der beste Boss ist, die Stadt zum Leben erwecken) oder beschützt politische Gefangene. Die zahlreichen Nebenmissionen finden sich sozusagen an jeder Straßenecke. Sie integrieren sich teilweise perfekt in die Story und halten den pflichtbewussten Batman-Spieler über Stunden hinweg mit Rätsellösen, Geiseln retten, Behälter sprengen und vielem, vielem mehr auf. Der Hauptquest, welcher mit etwa 10 Spielstunden schon ausgiebig ist für ein Comic-Lizenzspiel, macht nicht einmal die Hälfte des kompletten Games aus.
Die Vorgehensweise hat sich im Grunde nicht verändert, Technik und Schwierigkeitsgrad wurden allerdings nach oben geschraubt. Der Free-Flow Kampf-Modus (man kennt ihn aus Assasins Creed) wurde verbessert, er ist schneller, effektiver und die Combos und Gadgets kommen flüssiger zum Einsatz. Auch die Schleich-Missionen rund um das unauffällige Ausschalten bewaffneter Gegner hat sich im Prinzip nur um eine Vielzahl von Gadgets (Alfred: »Haben Sie schon mal über einen größeren Gürtel nachgedacht?«) erweitert. Diese braucht man auch, um die 400 Riddler Rätsel zu lösen, die für den Abschluss einer Nebenmission notwendig sind. Ein kleines Manko: Die Rätsel sind häufig so schwer, dass der Spieler nicht einmal im Ansatz versteht, was zu tun ist, Erklärungen oder Tipps gibt es keine.
Was soll man also groß um den heißen Brei reden: Batman: Arkham City ist großartig, macht Spaß und fesselt durch spannend erzählte Story, Detailliebe und Authentizität. Eines der besten Spiele des Jahres und das beste Superheldenspiel aller Zeiten. Punkt.