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Freitag, 25. Mai 2012 | 05:24

Voxatron

22.11.2011

Voxatron, du Alpha-Tier

Es kommt selten vor, dass die Macher eines Spiels, ihr Werk bereits in der Beta-Phase der breiten Masse zugänglich machen. Das Entwicklerstudio Lexaloffle wartet gar nicht erst die Beta ab, sondern schmeißt mit ihrem süßen Twin-Stick-Shooter Voxatron umher, während das Spiel noch in der Alpha steckt. Ist das das Hardcore-Indie-Pendant zum Developer-Blog? Doch wer kann es ihnen verdenken? Das Spiel sieht jetzt schon ziemlich gut und fertig aus. Voxatron sei ein »voxelicious action adventure«, heißt es auf der Homepage von Lexaloffle. Was diese drei Worte wirklich mit dem Spiel zu tun haben, will sich TITEL-Neuzugang ALEXANDER FUNK einmal genauer anschauen.

 

Voxilicious!

Das Design von Voxatron könnte man fast schon als Unikum bezeichnen. Gibt es doch sonst kaum Spiele, die mit Voxeln arbeiten. (Minecraft? Nie gehört.) Gut Crysis und Outcast (falls sich jemand noch an dieses geniale Spiel erinnert) benutzten die Voxel-Engine für ihre Landschaften. Ein Voxel in einem dreidimensionalen System entsprich einem Pixel, dass einen Datenpunkt in einem zweidimensionalen System darstellt. Das Voxel ist also ein volumetrisches Pixel, das die Form eines Würfels hat. Diese Voxels sind die Bausteine der Voxatron-Welt. Der niedliche kleine Roboter, den man steuert, ist genauso »voxilicious« wie seine Feinde, die Bäume um ihn herum oder der Regen. Sogar seine Geschosse, mit denen er jedes andere Voxel in seinem Umfeld zerstören kann, sind … na ja, ihr wisst schon. Die Grafik erinnert an ein paar aufgetürmte Bauklötzchen im Kinderzimmer und einen großen Bruder, der sie mit einer Laserpistole zerschießt.

 

Action ist da. Punkt.

Die Räume, die man betritt, sind in sich abgeschlossen und öffnen erst nach dem Sieg über alle Feinde, die in diesem Raum erscheinen, ihre Türen. Während unzählige bunte Monster-Wellen der Spielfigur entgegenrollen, sollte man den Überblick nicht verlieren, den Gegnern ausweichen, in Sicherheit springen, die Architektur für Verstecke nutzen und Medikits sowie Waffenupgrades einsammeln. Medikits und Waffenupgrades klingt so ernst, nennen wir sie doch lieber Erste-Hilfe-Kuchen und Wurf-Domino-Steine. Bei den Kämpfen geht viel Levelarchitektur kaputt, manchmal auch der graue Roboter selbst. Er explodiert in zig Einzelteile und nimmt seine Feinde gleich mit in den Voxel-Himmel. 

 

Abenteuerlich!

Abenteuerlich ist eigentlich das ganze Spiel, weil es den Spieler nach Voxels süchtig macht, nach Ordnung im Chaos. Jedes Voxel hat seinen Platz, bis man es zerstört. Sie verlassen ihre angeordnete Umgebung, fallen ins Chaos und bilden einen Haufen, der an die Zerstörung erinnert. Abenteuerlich ist es aber auch, weil die Entwickler die einzelnen Räume in zusammenhängenden Dungeons verknüpfen, die abwechslungsreich und motivierend sind. Neben dem Adventure-Modus bietet Voxatron die Möglichkeit, sich im Arcade-Stil ins Getümmel zu schmeißen. Für die Bastler unter den Spielern haben die Entwickler sogar einen ziemlich umfangreichen Leveleditor kreiert. So kann man seine selbsterstellten Räume »sharen« und andere Spieler damit zur Weißglut treiben. Abenteuerlich!

 

Kein Wunder also, dass sich das Humble Voxatron Bundle über 170.000 mal verkauft hat und ca. 900.000 US Dollar in die Kassen der Betreiber spülte. Das Lexaloffle-Studio steuerte weitere ihrer feinen Games wie Zen Puzzle Garden und Chocolate Caste bei, die sich neben Indie-Perlen wie The Binding of Isaac und Blocks That Matter im Bundle sehr gut machten. Schade ist nur, dass in Voxatron die Perspektive dem Spieler manchmal im Weg ist, aber immerhin ist das Game noch in der Alpha-Phase.

 

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Kleine Anmerkung: Das Spiel hieß Outcast und Crysis verwendet zur Darstellung der Landschaften ausschließlich Polygone. Allein das Modellieren von Höhlen oder Überhängen im Editor findet auf Basis von Voxeln statt die danach in ein Polygonmesh umgerechnet werden. Ansonsten aber ein recht gefälliger Test zu einem recht unbekannten Spiel. Toll das ihr darüber bereichtet!
| von epospecht, 22.11.2011
@epospecht Danke für die anmerkungen. Wieder was gelernt. Outkast ist aber auch gut, wenn man auf abgefahrenen Hip Hop steht. (Kein wunder, dass ich die Schreibweise ständig verwechsle.) Mal schauen, ob sich die Redaktion meines Fehlers annimt. ;)
| von Alex, 23.11.2011
Argh, Groß- und Kleinschreibung...
| von Alex, 23.11.2011

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